Abtreibung in Buch enthüllt: Kerry Washington war nervös
Kerry Washington (49) hat in ihrem 2023 erschienenen Buch "Thicker Than Water" über eine persönliche Abtreibungserfahrung geschrieben – eine Entscheidung, die sie im Vorfeld sehr nervös gemacht hat. "Ich weiß nicht, ob meine Eltern zu dem Zeitpunkt überhaupt wussten, dass ich eine Abtreibung hatte", erklärte die 49-Jährige jetzt im Podcast "Call Her Daddy". Ihr Ehemann sei informiert gewesen, doch es habe Freunde und Familienmitglieder gegeben, die nichts davon wussten. Die Schauspielerin habe in ihrem Buch sehr viel von sich preisgegeben und deshalb das Gefühl gehabt, auch diese Geschichte nicht zurückhalten zu können. Zunächst hatte sie nicht vor, ihre Abtreibungserfahrung zu teilen, doch ihre Buchlektorin habe sie dazu ermutigt, diese aufzunehmen.
In dem Gespräch betonte Kerry, dass es ihr vor allem um das Thema Selbstbestimmung gehe. "Ich bin kein schlechter Mensch, weil ich eine Abtreibung hatte, und jeder darf anderer Meinung sein als ich. Absolut. Du denkst nicht, dass ich das Richtige mit meinem Körper gemacht habe? Du darfst das glauben. Ich liebe die Verurteilung nicht, aber ich räume ihr Platz ein", sagte sie. Wogegen sie aber weiterhin kämpfen werde, sei, dass andere Entscheidungen über ihren Körper treffen. Ihre körperliche Autonomie und die Fähigkeit, selbst zu entscheiden, wie und wann sie eine Familie gründe, müsse ihr gehören. Die Schauspielerin erklärte weiter, dass die reproduktive Reise von Frauen in der Gesellschaft viel zu sehr in Geheimhaltung gehüllt sei: "Wir reden nicht über Abtreibungen oder Fehlgeburten oder Adoption oder Unfruchtbarkeit oder sogar unsere Perioden oder die Menopause."
Kerry war zum Zeitpunkt der Abtreibung in einem Alter und in einer Beziehung, in der sie sich für ein Kind hätte entscheiden können. Es sei keine lebensbedrohliche Situation gewesen, dennoch habe sie gewusst, dass es nicht die richtige Wahl für sie war. "Das fühlt sich wirklich spezifisch an und lässt Raum für viele Menschen, anderer Meinung zu sein. Es kann egoistisch wirken, es kann viele Dinge sein, aber man bekommt nur dieses eine Leben und ich wusste, dass das die richtige Entscheidung für mich war", so die Darstellerin. Sie kritisierte auch, dass die Fragen, die in Kliniken gestellt werden, bei Patientinnen das Gefühl erzeugen können, ihre Entscheidung verteidigen zu müssen. "Unsere Körper sind unsere Körper. Abtreibung ist Gesundheitsversorgung. Behandlung von Unfruchtbarkeit ist Gesundheitsversorgung. Es muss nicht mit Scham erfüllt sein", stellte sie klar.






