Hefners Witwe kämpft gegen pikantes Nacktfoto-Buch

Hefners Witwe kämpft gegen pikantes Nacktfoto-Buch

- Janine Karrasch
Lesezeit: 2 min

Crystal Harris hat eine Bombe platzen lassen – und stellt sich dabei gegen die Institution, die den Namen ihres verstorbenen Mannes trägt. Die Witwe des Playboy-Gründers Hugh Hefner (†91) trat öffentlich vor die Presse und machte unmissverständlich klar, worum es ihr geht: Sie fordert eine staatliche Untersuchung der Hugh M. Hefner Foundation. Der Vorwurf wiegt schwer: Die Stiftung soll rund 3.000 persönliche Fotoalben ihres Mannes besitzen, die explizite Aufnahmen von Frauen enthalten. "Die Materialien umfassen Jahrzehnte, beginnend in den 1960er-Jahren, und könnten Bilder von Mädchen enthalten, die zum damaligen Zeitpunkt minderjährig waren und nicht zustimmen konnten, wie ihre Bilder aufbewahrt oder kontrolliert werden."

Was Crystal (39) besonders antreibt, ist die Frage, was mit diesem hochsensiblen Material als Nächstes passiert. Sie schilderte, dass ihr zufolge die Alben in einer Lagerhalle in Kalifornien aufbewahrt werden – doch zuvor sei ihr mitgeteilt worden, dass einige davon in einem Privathaus digitalisiert werden sollten. Genau das alarmiert sie: ein möglicher Datenklau, eine Weitergabe oder gar ein Verkauf der Inhalte. Und dann ist da noch ein weiterer, persönlicher Aspekt des Falles – denn Crystal selbst war bis kurz vor der Pressekonferenz noch Vorstandsmitglied der Stiftung. Doch nachdem sie ihre Bedenken intern angesprochen hatte, wurde sie kurzerhand abgesetzt. "Die Bedenken, die ich bezüglich Einwilligung, Sicherheit und Datenschutz geäußert hatte, wurden ignoriert. Obwohl ich gestern meinen Rücktritt abgelehnt habe – direkt als Reaktion auf meine eskalierenden Bedenken bezüglich des Umgangs mit privaten Fotos in den Alben –, wurde ich einseitig abgesetzt", so Crystal laut CNN.

Sie räumte öffentlich ein: "Es geht mir nicht ums Geld. Ich kämpfe für Würde, Sicherheit und die Vernichtung nicht-konsensualer intimer Materialien, damit die Ausbeutung nicht unter dem Deckmantel der Philanthropie weitergeht." Ihr Blick richtet sich dabei weit über den eigenen Fall hinaus. "Tausende Frauen könnten betroffen sein. Das ist eine Frage der Bürgerrechte. Frauenkörper sind kein Besitz, keine Geschichte und keine Sammlerstücke", sagte sie. Ein Statement, das kaum klarer sein könnte. Hughs Söhne wiesen die Anschuldigungen öffentlich zurück und forderten belastbare Beweise. Die Stiftung selbst ließ mehrere Anfragen unbeantwortet. Ob die zuständigen Generalstaatsanwälte in Kalifornien und Illinois Konsequenzen ziehen werden, bleibt offen.

Crystal Harris und Hugh Hefner beim "Playmate of the Year"-Lunch in Holmby Hills
Charley Gallay / Getty
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Hugh Hefner und seine Playboy Bunnys
Getty Images
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Crystal Hefner bei der Premiere von "My Truth: The Rape Of Two Coreys"
Getty Images
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