Vergewaltigungsvorwurf: Jay-Z fühlte "unkontrollierbare Wut"
Jay-Z (56) spricht offen über die schwerste Phase der vergangenen Jahre: Der Rapper schildert, wie ihn die 2024 erhobenen, inzwischen zurückgezogenen Missbrauchsvorwürfe emotional getroffen haben. Im Gespräch mit dem Magazin GQ beschreibt er, dass ihn der Fall innerlich zerrissen habe. "Es war hart. Wirklich hart. Ich war am Boden zerstört", sagte er GQ. Die Klage einer anonymen Frau hatte behauptet, er und Sean Combs hätten sie im Jahr 2000 bei einer Afterparty der MTV Video Music Awards in New York angegriffen. Jay-Z bestritt die Vorwürfe entschieden, die Klage wurde später freiwillig zurückgenommen. Besonders belastend sei für ihn das Gespräch mit seiner Frau Beyoncé (44) gewesen.
Im Interview beschreibt Jay-Z, wie sehr ihn der Rechtsstreit innerlich mitgenommen hat. "Es war hart. Wirklich hart. Ich war am Boden zerstört", zitiert ihn GQ. Er habe das Gefühl gehabt, dass heute zu wenig über die Folgen bestimmter Anschuldigungen nachgedacht werde, weil alles so schnell passiere. Besonders die Klage selbst habe ihn ausgesaugt: "Das hat mir viel abverlangt. Ich war wütend. So wütend war ich lange nicht mehr, eine unkontrollierbare Wut." Für ihn sei es eine Grenze, jemanden mit einem solchen Vorwurf zu belasten, wenn man sich nicht absolut sicher sei. Gleichzeitig macht Jay-Z deutlich, dass er nie in Betracht zog, die Sache per Vergleich aus der Welt zu schaffen. Geld zahlen, um Ruhe zu haben, sei für ihn keine Option gewesen: Es wäre zwar günstiger und schneller gewesen, aber er habe gewusst, welche Wucht das Thema auf seine Familie bringen würde – und er habe auf die Kraft der Wahrheit vertraut.
Der New Yorker, der mit bürgerlichem Namen Shawn Carter heißt, machte schon während des Verfahrens deutlich, wie sehr er sich um seine drei Kinder sorgt, die irgendwann mit den Schlagzeilen über ihren Vater konfrontiert würden. In einer früheren Stellungnahme erklärte er, sein größter Schmerz gelte seiner Familie, weil er seinen Kindern irgendwann erklären müsse, wie grausam und berechnend Menschen sein könnten. Auch sein Verhältnis zu Beyoncé rückte durch die Vorwürfe in den Fokus: Für Jay-Z war es nach eigenen Worten der schwerste Schritt, seiner Frau von den Anschuldigungen zu erzählen und sie auf den Sturm vorzubereiten, der auf sie zukommen würde. Nach dem Rückzug der Klage ging der Rapper selbst mit einer Verleumdungsklage gegen die Gegenseite vor, die allerdings wieder abgewiesen wurde. Dennoch macht er in dem neuen Interview deutlich, dass die seelischen Narben geblieben sind und er die ganze Geschichte bis heute verarbeitet.






