Judith Rakers offenbart sexuelle Belästigung als Kind
Judith Rakers (50) hat in ihrem Podcast "Baborie & Rakers - Was war los gewesen?" über traumatische Erlebnisse aus ihrer Kindheit gesprochen. Gemeinsam mit ihrer Co-Moderatorin Ariana Baborie sprach die frühere Tagesschau-Sprecherin über das Thema sexuelle Belästigung, das derzeit im Zuge des Falls um Collien Fernandes (44) große mediale Aufmerksamkeit erhält. Dabei offenbarte die 50-Jährige zwei prägende Situationen, die sie als Kind erlebt hat. "Natürlich habe auch ich in meinem Leben schon sehr viele Situationen erlebt mit Männern, die sehr, sehr brenzlig waren", erklärte Judith in der aktuellen Podcast-Ausgabe und ging dabei auf besonders einschneidende Momente ein.
Die Moderatorin erinnerte sich an einen Vorfall, als sie etwa sieben Jahre alt war. Ein Mann habe sie im Wald mit seinem Hund bedroht und am Arm gepackt. Er habe sich dann selbst mit ihrem Arm unangemessen berührt. "Das war so die schlimmste Situation", sagte Judith. Das Erlebnis prägt sie bis heute: Sie habe nur vor einer einzigen Hunderasse Angst – vor Schäferhunden, mit denen der Mann sie damals bedrohte. Nachdem sie sich ihren Eltern anvertraute, wurde der Täter wenige Wochen später von der Polizei gefasst. Zu einer Gegenüberstellung kam es nicht, da der Mann bereits durch andere, noch schwerwiegendere Taten aufgefallen war. Auch auf einer Busfahrt zur Schule erlebte Judith eine Belästigung. Ein Mann habe angefangen, an seinem Geschlechtsteil herumzuspielen, während er mit seinem Arm an ihr rieb. Doch ihr Vater hatte sie auf solche Situationen vorbereitet: Sie stand auf und sagte laut, er solle aufhören. "Alle haben sich dann umgedreht und der ist sofort aufgesprungen und ausgestiegen an der nächsten Station", berichtete sie.
Arianas Reaktion auf Judiths Erzählungen zeigte, wie sehr die Geschichten berühren. "Oh Gott, Judith, ich heule gleich", sagte die Podcast-Kollegin erschüttert. Mit ihrer Offenheit sendet Judith eine klare Botschaft: Schweigen schützt Täter, Reden schützt Betroffene. Die Journalistin, die sich in der Vergangenheit bereits mehrfach zu gesellschaftlich relevanten Themen geäußert hat, nutzt ihre Reichweite, um auf ein Problem aufmerksam zu machen, das viele Frauen betrifft. Dass sie nun öffentlich über diese prägenden Kindheitserlebnisse spricht, zeigt, wie wichtig es ist, solche Erfahrungen nicht zu verschweigen.






