Fall Collien Fernandes: Wird doch in Deutschland ermittelt?
Collien Fernandes (44) hat schwere Vorwürfe gegen ihren langjährigen Ehemann Christian Ulmen (50) erhoben, die nun auch in Deutschland wieder juristisch aufgerollt werden sollen. Die Moderatorin sprach nach einem Bericht von Der Spiegel von "virtueller Vergewaltigung" und beschuldigte den Schauspieler, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt, pornografische Aufnahmen gefälscht sowie psychische und körperliche Gewalt ausgeübt zu haben. Nachdem Collien bereits auf Mallorca, wo das Paar gemeinsam lebte, Anzeige gestellt hatte und dort seit Dezember 2025 ein Vorermittlungsverfahren läuft, könnte nun auch die Staatsanwaltschaft Itzehoe den Fall erneut prüfen. Christians Anwalt weist die Vorwürfe zurück und spricht von "unwahren Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung". Für Christian gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.
In Deutschland war zunächst gegen Unbekannt ermittelt worden – unter anderem wegen des Verdachts des "Ausspähens von Daten". Collien hatte bereits im November 2024 Anzeige bei der Berliner Polizei erstattet, der Fall wurde im Januar 2025 nach Schleswig-Holstein abgegeben, da sie dort einen Wohnsitz hat. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe stellte das Verfahren im Juni 2025 jedoch ein. Die Begründung: Weitere angeforderte Unterlagen seien von der Geschädigten nicht eingereicht worden, zudem habe es "keine ausreichenden Ermittlungsansätze" gegeben.
Collien widerspricht dieser Darstellung auf Anfrage der Bild vehement. Sie betont, dass sich "nie jemand von der Polizeibehörde Schleswig-Holstein" bei ihr gemeldet habe. Auch ihre Anwältin erklärt, man habe "erst durch die Recherchen des Spiegel" von dem Verfahren und dessen Einstellung erfahren. Inzwischen haben sich Colliens anwaltliche Vertreter gemeldet, um Akteneinsicht zu erhalten. Nach den neuen Erkenntnissen wird nun geprüft, ob die Ermittlungen in Deutschland wieder aufgenommen werden. Die zuständige Staatsanwaltschaft soll den Fall neu bewerten.







