Claudia Obert über ihr Leben: "Ich war so eine Lolita"
Claudia Obert (64) hat in einem Interview mit Bild offen über ihre Kindheit, ihre Karriere und ihr Liebesleben gesprochen – und dabei keine Details ausgelassen. Die Unternehmerin wuchs in einem kleinen Dorf bei Freiburg auf, war nach eigenen Angaben schon früh alles andere als brav und stieg schließlich zur Klassenbesten auf. Doch mit 16 Jahren war es vorbei mit der schulischen Musterschülerin: "Ich war 16, ich war so eine Lolita. Ich war zuckersüß und brauchte die Männer nur einmal anzublinzeln. Dann hatte ich sie schon im Sack", erzählt der Realitystar dem Blatt. Mit sechzehn besuchte sie bereits das Casino in Monaco – und machte dort erste Bekanntschaften mit der Männerwelt, die sie selbst als das mental stärkere Geschlecht bezeichnet. Auf die Frage, ob es dabei nur beim Flirten geblieben sei, platzte es aus ihr heraus: "Wie naiv sind Sie denn?"
Ihr Weg zum Erfolg begann nach dem Abitur in Hamburg, wo sie in einer führenden Werbeagentur arbeitete – unter anderem als Chefsekretärin. Den Job sicherte sie sich mit einer typischen Obert-Antwort: Als sie gefragt wurde, ob sie vier Geschäftsführer gleichzeitig betreuen könne, sagte sie: "Was ich privat kann, kann ich auch beruflich. Ich habe einen Vater und drei Brüder." Danach zog es sie nach Paris und schließlich in die Selbstständigkeit. Ohne Startkapital reiste sie nach Italien, überredete Fabrikbesitzer, ihr Ware direkt zu verkaufen, und baute so ihr Modeunternehmen "Lean Selling" auf – von ihr selbst als "Aldi für Luxus" beschrieben. Für ihr Alter hat sie vorgesorgt: "Also eine Million habe ich schon gespart für mich privat", so Claudia. "Es sind sogar 1,2 Millionen Euro. Das Geld bleibt da, wo es ist."
Trotz ihrer zahlreichen Affären und fünf Verlobungen, die sie nie ernst genommen habe – "Ich habe immer gedacht, das ist nicht der Prinz" –, ist das Thema Liebe heute für sie in ein neues Kapitel getreten. Seit dem Sommer 2022 ist sie mit dem 27-jährigen Max Suhr (27) zusammen. Über ihre gemeinsame Verbindung sagt sie: "Uns verbinden Sachen, die andere Menschen gar nicht kennen." Körperliche Nähe spielt dabei eine untergeordnete Rolle: "Mir ist das Menschliche sehr viel wichtiger als Sexualität. Ich hatte genug Sex für vier Leben." Mit Blick auf die Zukunft plant Claudia nüchtern: Sie wünscht sich eine Pflegekraft, die bei ihr einzieht, und hat geregelt, dass Max kein Erbe erwartet. Was die Unternehmerin trotz aller Schlagfertigkeit auch zugibt: "Ich habe Angst vor Einsamkeit und Armut."








