Palast bestätigt: König Charles verzichtet auf den Ostergruß

Palast bestätigt: König Charles verzichtet auf den Ostergruß

- Promiflash Redaktion
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König Charles III. (77) wird dieses Jahr keine Osterbotschaft veröffentlichen – das hat der Buckingham-Palast jetzt bestätigt. Anders als die traditionelle Weihnachtsansprache, die jährlich an die Bevölkerung gerichtet wird, gehört eine öffentliche Nachricht zu Ostern nicht zu den festen Traditionen des Palastes, wie GB News berichtet. Dennoch fällt die Entscheidung auf, denn im vergangenen Jahr hatte sich der Monarch am Gründonnerstag noch mit einer Botschaft an die Öffentlichkeit gewandt. Darin sprach er über Jesus und dessen Demut, als er seinen Jüngern die Füße wusch, und betonte die christliche Botschaft der grenzenlosen Liebe. Auch auf andere Religionen wie das Judentum und den Islam ging Charles in seiner damaligen Ansprache ein.

Trotz des Verzichts auf eine formelle Osterbotschaft ließ es sich das Königspaar nicht nehmen, den Gründonnerstag gebührend zu begehen. Charles und Königin Camilla (78) reisten nach Nordwales, um dort an den traditionellen Feierlichkeiten teilzunehmen. Der Palast selbst hat bisher keine näheren Gründe für die Entscheidung genannt, in diesem Jahr auf eine offizielle Nachricht zu verzichten. Die Nachricht dürfte jedoch bei einigen Christen für Stirnrunzeln sorgen, zumal der König und die Königin erst im Februar über ihre Social-Media-Kanäle Muslimen weltweit einen "gesegneten und friedlichen Ramadan" gewünscht hatten.

Die Ramadan-Grüße im Februar hatten bereits für kontroverse Reaktionen gesorgt. Der Buckingham-Palast hatte die Botschaft ausgerechnet am Faschingsdienstag veröffentlicht, einem christlichen Feiertag, der die Vorbereitung auf die Fastenzeit einläutet. Während viele Social-Media-Nutzer die Geste positiv aufnahmen, kritisierten einige königstreue Anhänger, dass es keine vergleichbare Botschaft zum christlichen Feiertag gegeben hatte. Auch im März würdigte Charles bei einem Staatsbankett den nigerianischen Präsidenten Bola Tinubu für dessen "Opfer", während des Ramadan nach Großbritannien zu reisen. In seiner Rede wünschte der 77-Jährige dem Staatsgast "Ramadan Mubarak" und schloss mit Grüßen zum bevorstehenden Eid al-Fitr, dem Fest zum Ende des Fastenmonats.

Doch während in Großbritannien das Ausbleiben einer Osterbotschaft für Diskussionen sorgte, geriet der König auch in den USA in den Fokus. Beim geplanten Staatsbesuch in Washington, D.C. überschatten die langjährigen Skandale um Jeffrey Epstein (†66) und Ghislaine Maxwell (64) den Aufenthalt der Royals. US-Politiker Ro Khanna hatte Charles in einem offiziellen Schreiben eindringlich gebeten, sich mit Überlebenden der Missbrauchsfälle zu treffen. Viele Unterstützer sahen darin ein wichtiges Signal der Anerkennung, doch daraus wurde nichts. Wie Insider berichteten, verhinderten laufende Ermittlungen in Großbritannien ein solches Treffen – jedes noch so kleine Zeichen könne unerwünschte Auswirkungen auf aktuelle Verfahren haben.

King Charles III. beim Royal Maundy Service in der St Asaph Cathedral in Wales
Getty Images
King Charles III. beim Royal Maundy Service in der St Asaph Cathedral in Wales
König Charles III. beim Royal Maundy Gottesdienst in der Kathedrale von St Asaph, Nordwales, am 2. April 2026
Getty Images
König Charles III. beim Royal Maundy Gottesdienst in der Kathedrale von St Asaph, Nordwales, am 2. April 2026
König Charles III und Bola Tinubu nach dem Willkommenszeremoniell in Windsor, mit Oluremi Tinubu, Königin Camilla, Catherine und Prinz William
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König Charles III und Bola Tinubu nach dem Willkommenszeremoniell in Windsor, mit Oluremi Tinubu, Königin Camilla, Catherine und Prinz William
Bei der Queen’s Reading Room-Empfang: Queen Camilla und König Charles III.in Clarence House
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Bei der Queen’s Reading Room-Empfang: Queen Camilla und König Charles III.in Clarence House
Sollte der Palast erklären, warum es diesmal keine Osterbotschaft gibt?