Marisa Burger verlässt Komfortzone für großen Neuanfang

Marisa Burger verlässt Komfortzone für großen Neuanfang

- Louisa Riepe
Lesezeit: 2 min

Marisa Burger (52) hat sich nach fast 25 Jahren von ihrer Rolle als Sekretärin Miriam Stockl in der ZDF-Serie "Die Rosenheim-Cops" verabschiedet. Die Schauspielerin wagt damit einen Neuanfang, der für viele in ihrem Alter ungewöhnlich erscheinen mag. "Ich wollte meine Komfortzone verlassen", erklärt Marisa gegenüber dem Magazin Gala. Die Rolle in der beliebten Vorabendserie war für sie ein absoluter Glücksfall, doch die Lust auf Veränderung überwog. "Ich hatte Lust auf Veränderung. Ich glaube, so geht es vielen Frauen in meinem Alter", verrät sie weiter. Besonders wichtig ist ihr dabei die Botschaft: "Ich höre mir nicht an, dass es mit über 50 zu spät dafür ist. Wir sollten uns trauen, mutig zu sein."

Nach über zwei Jahrzehnten beim Fernsehen steht Marisa nun wieder auf der Theaterbühne – am Winterhuder Fährhaus in Hamburg. Die Premiere war für die Schauspielerin ein besonderes Erlebnis, das mit großer Nervosität verbunden war. "Ich war schon lange nicht mehr so aufgeregt wie bei der Premiere", gesteht sie dem Magazin. Trotz des Lampenfiebers fühlt sich die Entscheidung für sie richtig an. Seit Januar ist sie nahezu pausenlos im Einsatz und war seitdem kaum zu Hause, doch zwischen den fast täglichen Theatervorstellungen bleibt Zeit für Zweisamkeit mit ihrem Mann, der sie in Hamburg besucht.

Schon vor einigen Wochen hatte Marisa im Podcast "Abendkasse – Kultur in der Clutch" offen über die unerwarteten Herausforderungen ihres neuen Theater-Jobs gesprochen. Besonders die Premiere von "Kleine Verbrechen unter Liebenden" bescherte der Schauspielerin ein Wechselbad der Gefühle. "Du hättest das Kleid auswringen können, das ich anhatte", scherzte Marisa über ihre Nervosität an diesem Tag. Während der Aufführung plagten sie Selbstkritik und Perfektionismus: "Wieso sage ich das? Wieso kriege ich den Satz jetzt nicht richtig raus? Wieso fliegt mir der Korken, wo ich das Fläschchen öffne, plötzlich aus der Hand? Der ist mir doch noch nie aus der Hand gefallen!" Mit jeder Vorstellung habe sich die Aufregung jedoch gelegt, verriet die Theaterfrau rückblickend. Besonders der Zusammenhalt mit ihrem Kollegen Jan Sosniok (58) habe ihr viel Halt gegeben. Seit der Premiere stand sie regelmäßig mit ihm auf der Bühne, sowohl in Hamburg als auch in Berlin. Trotzdem blieb jede Aufführung für Marisa ein aufregendes Erlebnis – ganz so, als würde sie jedes Mal Neuland betreten.

Schauspielerin Marisa Burger im Dezember 2024
Imago
Schauspielerin Marisa Burger im Dezember 2024
Max Müller und Marisa Burger, "Die Rosenheim-Cops"-Darsteller
Imago / Revierfoto
Max Müller und Marisa Burger, "Die Rosenheim-Cops"-Darsteller
Marisa Burger bei der Premiere von "2:22 – Eine Geistergeschichte" in der Komödie am Kurfürstendamm im Ernst-Reuter-Saal, Berlin
Imago
Marisa Burger bei der Premiere von "2:22 – Eine Geistergeschichte" in der Komödie am Kurfürstendamm im Ernst-Reuter-Saal, Berlin
Wie findet ihr Marisas mutigen Schritt raus aus der Komfortzone?