Marisa Burger empfand sich selbst als ungeliebtes Kind

Marisa Burger empfand sich selbst als ungeliebtes Kind

- Carina Bukenberger
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Offene Einblicke von Rosenheim-Cops-Star Marisa Burger (52): In ihrer Autobiografie "Vergiss nie, wie dein Herz am Anfang war: Vom Mut, eigene Wege zu gehen" spricht die Schauspielerin offen über prägenden Druck in ihrer Kindheit. "Ich war ein ungeliebtes Kind", so ihre damalige, schmerzhafte Empfindung. Heute bewertet sie diesen Gedanken anders und stellt laut Focus klar: "Das ist ein schlimmer Vorwurf. Und ganz bestimmt war es auch nicht so. Meine Eltern haben mich geliebt. Sie waren nur zu sehr in ihren Zwängen und Ängsten verhaftet." So weiß Marisa heute: Es war weniger fehlende Liebe als vielmehr fehlende Leichtigkeit, die ihre Kindheit prägte.

Im oberbayerischen Altötting wuchs Marisa als Tochter eines Lehrers mit einem Satz auf, der sich tief eingrub: "Nur wer etwas schafft, hat einen Wert." Ein Glaubenssatz, der antreibt – und gleichzeitig auszehrt. Sie beschreibt, wie daraus ein permanenter Leistungsdruck entstand, der sie bis ins Erwachsenenleben begleitete. Selbst ihre schnelle, pointierte Sprechweise deutet sie rückblickend als Symptom dieser inneren Unruhe. Zwischen Pflichtgefühl und Freiheitsdrang entstand ein Spannungsfeld, in dem sie sich immer wieder beweisen wollte – und zugleich nach Anerkennung suchte.

Auch ihr Weg zur Schauspielerei stand unter diesen Vorzeichen. Unterstützung gab es nur begrenzt – die Distanz bleibt bis heute spürbar: Marisas Mutter meide bewusst jene Folgen von "Die Rosenheim-Cops", in denen Marisa mitgespielt hat. Nach ihrem Ausstieg bei der Serie hat sich die 52-Jährige dem Theater verschrieben und steht derzeit in Hamburg in dem Stück "Kleine Verbrechen unter Liebenden" auf der Bühne. Im Gespräch in einem Podcast erzählte die Schauspielerin vor Kurzem, wie ungewohnt nervös sie vor der Theaterpremiere gewesen sei – ein Gefühl, das sie nach intensiven Proben überrascht habe.

Marisa Burger bei der Premiere von "2:22 – Eine Geistergeschichte" in der Komödie am Kurfürstendamm im Ernst-Reuter-Saal, Berlin
Imago
Marisa Burger bei der Premiere von "2:22 – Eine Geistergeschichte" in der Komödie am Kurfürstendamm im Ernst-Reuter-Saal, Berlin
Max Müller und Marisa Burger, "Die Rosenheim-Cops"-Darsteller
Imago / Revierfoto
Max Müller und Marisa Burger, "Die Rosenheim-Cops"-Darsteller
Marisa Burger, Ursula Maria Burkhart und Sarah Thonig bei "Die Rosenheim-Cops"
ZDF, Bojan Ritan
Marisa Burger, Ursula Maria Burkhart und Sarah Thonig bei "Die Rosenheim-Cops"
Wie findet ihr Marisas ehrliche Rückschau auf ihre Kindheit?