Erpresserbriefe im Fall um Nancy Guthrie könnten Fake sein
Im Fall der seit Februar vermissten Nancy Guthrie sorgen neue Erpresserbriefe für Aufsehen. Wie das Magazin TMZ berichtet, erhielt das Blatt zwei weitere E-Mails von einem anonymen Absender, der behauptet, den Aufenthaltsort der 84-Jährigen und die Identität ihrer Entführer zu kennen. In einem der Schreiben heißt es: "Ich weiß, wo ihr Körper ist und wer der Entführer ist. Geben Sie mir einen halben Bitcoin und ich sage es Ihnen." Der Absender behauptet außerdem, Nancy sei tot. In der zweiten Nachricht gibt die Person an, die Seniorin aus Arizona zu einem früheren Zeitpunkt lebend in Mexiko gesehen zu haben. Gegenüber dem Sender NewsNation äußerte sich der Cold-Case-Ermittler Brian Martin skeptisch zu den Briefen.
Der Detektiv stellt die Glaubwürdigkeit der Nachrichten infrage und findet vor allem die Vorgehensweise verdächtig. "Warum würden sie nicht einfach einen Tipp bei Crime Stoppers oder beim Sheriff oder beim FBI abgeben und die hunderttausend Dollar (85.670 Euro) kassieren?", fragte Brian. Das FBI hat für sachdienliche Hinweise im Fall Nancy bereits eine Belohnung in Höhe von einhunderttausend Dollar ausgesetzt. Nancys Tochter, die "Today"-Moderatorin Savannah Guthrie (54), hat die Summe sogar auf insgesamt eine Million Dollar (856.700 Euro) erhöht. "Das macht es für mich ein wenig verdächtig", so der Ermittler weiter. Er hoffe zwar, dass der Absender tatsächlich etwas mit dem Verschwinden der Seniorin zu tun habe und gehört werden wolle, könne aber auch nicht ausschließen, dass es sich um jemanden handele, der aus anderen Motiven Aufmerksamkeit suche.
Nancy Guthrie wurde am ersten Februar als vermisst gemeldet, nachdem sie aus ihrem Haus in Tucson verschwunden war. Die Behörden gehen davon aus, dass die Großmutter Opfer einer gezielten Entführung wurde. Savannah kehrte erst Anfang April wieder zu ihrer Arbeit bei der NBC-Morgensendung zurück, nachdem sie wochenlang pausiert hatte. Die neuen Erpresserbriefe stammen offenbar von derselben Person, die bereits in den ersten Tagen nach dem Verschwinden Nachrichten verschickt hatte. Darin beschwert sich der Absender auch über die Ermittler, die seine Hinweise als Betrug abtun würden. "Es ist unglaublich, dass Millionen verschwendet wurden, und doch bin ich hier bereit, sie auf einem Silbertablett zu liefern, seit dem elften Februar für einen Bitcoin, aber ich werde als Betrug abgetan", heißt es in einem der Schreiben.







