Blake Lively in Kritik: YouTuber werfen ihr Heuchelei vor

Blake Lively in Kritik: YouTuber werfen ihr Heuchelei vor

- Melina Becker
Lesezeit: 2 min

Blake Lively (38) sieht sich heftiger Kritik von YouTubern und Content-Creators ausgesetzt, nachdem sie auf Instagram über "digitale Gewalt" geklagt hatte. Die Schauspielerin veröffentlichte eine emotionale Stellungnahme, in der sie von "körperlichen Schmerzen durch digitale Gewalt" sprach und diese als "Missbrauch" bezeichnete. Der Post folgte auf eine juristische Niederlage in ihrem Rechtsstreit gegen ihren "It Ends With Us"-Kollegen Justin Baldoni (42), bei dem ein New Yorker Richter die Mehrheit ihrer Vorwürfe wegen sexueller Belästigung abgewiesen hatte. "Ich habe diese Klage eingereicht, wegen der allgegenwärtigen Vergeltungsmaßnahmen, denen ich ausgesetzt war und weiterhin bin, weil ich privat und beruflich um eine sichere Arbeitsumgebung für mich und andere gebeten habe", schrieb Blake in ihrem Statement.

Doch ausgerechnet jene Menschen, die Blake zuvor mit gerichtlichen Vorladungen überzogen hatte, reagieren empört auf ihre Worte. Die Schauspielerin hatte im vergangenen Jahr rund 107 Social-Media-Influencer und Kommentatoren mit Vorladungen belegt und den Zugang zu privaten Daten wie Bank- und Kreditkarteninformationen, Adressen und Telefonnummern gefordert. Betroffen waren unter anderem prominente Namen wie Candace Owens und Perez Hilton (48), aber auch kleinere Creator mit nur wenigen hundert Followern. YouTuber Andy Signore (46), dessen Kanal Popcorned Planet gleich drei Vorladungen erhielt, nannte Blakes Verhalten "Heuchelei" und sagte gegenüber der Daily Mail: "Es fühlt sich an, als würde sie alle manipulieren. Das war schon immer ein Kampf um ihr Ego." Viele der Forderungen wurden inzwischen zurückgezogen, doch einige Influencer berichten von Anwaltskosten bis zu 15.000 Dollar (umgerechnet 13.015 Euro).

Lauren Neidigh, die den YouTube-Kanal "The Court of Random Opinion" betreibt, gehört zu jenen, die sich erfolgreich gegen die Vorladung wehrten. Die 33-Jährige, die hauptberuflich Psychologie-Patienten bei Versicherungsansprüchen hilft, musste sich das nötige Wissen selbst aneignen, um die Forderungen abzuwehren. "Es ist empörend, dass sie diese bizarre, unehrliche Erklärung abgibt und sich als Verfechterin gegen digitale Gewalt darstellt", sagte Lauren. "Es ist, als hätte sie nicht unschuldige Frauen terrorisiert, indem sie ihre Privatsphäre bedrohte, weil ihr nicht gefiel, was sie im Internet sagten." Der Rechtsstreit zwischen Blake und Justin wird am 18. Mai vor Gericht gehen, wobei sich die verbleibenden Anklagepunkte ausschließlich auf eine angebliche Verleumdungskampagne durch Justins Team konzentrieren werden.

Blake Lively, Schauspielerin
Getty Images
Blake Lively, Schauspielerin
Justin Baldoni und Blake Lively am Set von "It Ends With Us" im Januar 2023
T. JACKSON / BACKGRID
Justin Baldoni und Blake Lively am Set von "It Ends With Us" im Januar 2023
Blake Lively und Justin Baldoni am "It Ends With Us"-Set
Backgrid
Blake Lively und Justin Baldoni am "It Ends With Us"-Set
Ist der Begriff "digitale Gewalt" in Blakes Fall angemessen?