Blake Livelys Strategie vor Gericht sorgt jetzt für Kritik
Im erbitterten Rechtsstreit zwischen Blake Lively (38) und Justin Baldoni (42) meldet sich nun eine ungewöhnliche Kritikerin zu Wort: Victoria Burke, die Juristin, die Kaliforniens Gesetz zum Schutz von Überlebenden sexueller Übergriffe verfasst hat, nimmt in der Sendung "The Megyn Kelly Show" Abstand von Blakes Einsatz eben jenes Gesetzes. Victoria zufolge geht die Schauspielerin mit ihrer rechtlichen Strategie zu weit – und nutze die Gesetzgebung auf eine Weise, die weit über deren ursprüngliche Intention hinausgehe. Dass ihr Werk nun im Mittelpunkt des Streits zwischen den beiden Hollywood-Größen steht, überrasche sie.
Victoria hatte das Gesetz einst aus einer ganz persönlichen Motivation heraus entwickelt: Nachdem sie erfahren hatte, dass sie selbst für öffentliche Aussagen über ihre eigene sexuelle Gewalterfahrung wegen Verleumdung hätte verklagt werden können, begann sie mehr als ein Jahr lang, entsprechende Klagen gegen Betroffene zu recherchieren. Das Ergebnis war ein Gesetz, das Menschen schützen soll, die Übergriffe, Belästigungen oder Diskriminierung öffentlich ansprechen. Gleichzeitig, so betont Victoria, sei es ausdrücklich nicht dafür gedacht, jeden Anspruch auf Verleumdungsklage zu unterbinden. Als Beispiel nennt sie den Fall Johnny Depp (62) gegen Amber Heard (40) – eine Verleumdungsklage, die ihrer Meinung nach auch unter dem Gesetz noch hätte Erfolg haben können. Das Regelwerk sei gemeinsam mit Interessengruppen und der ACLU so ausbalanciert worden, dass es nicht als Schutzschild gegen jegliche rechtliche Gegenwehr diene.
Der Konflikt zwischen Blake und Justin hatte in den vergangenen Monaten für enormes Aufsehen gesorgt. Der Regisseur hatte eine Verleumdungsklage über rund 370 Millionen Euro gegen die Schauspielerin, ihren Ehemann Ryan Reynolds (49) und die New York Times eingereicht – diese wurde jedoch abgewiesen. Blake fordert daraufhin Schadensersatz, Anwaltskosten sowie Strafschadensersatz vor dem Bundesgericht in Manhattan. Der Streit zwischen den beiden entstand im Zusammenhang mit den Dreharbeiten und der Vermarktung des Films It Ends With Us, den Justin Baldoni inszeniert hatte und in dem Blake die Hauptrolle übernahm.







