Kristina Vogel wirbt mit sexy Shooting für ihren Podcast
Die ehemalige Bahnradsportlerin Kristina Vogel (35) präsentiert sich in einem gewagten Covershooting von einer ungewohnten Seite. Anlass für die freizügigen Aufnahmen ist ihr neuer Podcast "Sitzen geblieben", der ab dem 1. Mai abrufbar sein wird. Seit einem schweren Trainingsunfall im Juni 2018 sitzt Kristina im Rollstuhl. Mit Tempo 60 war sie damals auf der Bahn in einen niederländischen Nachwuchsfahrer gerauscht – seitdem ist sie querschnittsgelähmt. Das Shooting versteht sich dabei nicht nur als Werbung für das neue Format, sondern auch als persönliches Statement: Kristina hat sich bewusst entschieden, sich so zu zeigen – selbstbewusst, offen und auf ihre eigene Art und Weise. Bereits in der Vergangenheit machte sie laut Bunte deutlich, wie sie zu ihrem Körper steht: "Nur weil ich anders bin, bin ich nicht weniger attraktiv."
Kristinas Podcast selbst soll weit mehr sein als eine Unterhaltungssendung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen mit einschneidenden Erlebnissen umgehen – und wie solche Krisen zu echten Neuanfängen werden können. Ein zentrales Anliegen der zweifachen Olympiasiegerin ist dabei das Thema Inklusion: Sie möchte Barrieren sichtbar machen und dabei helfen, diese abzubauen. In einem Interview mit der Apotheken Umschau beschrieb sie konkrete Alltagshürden, mit denen sie konfrontiert wird, und ordnete diese in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang ein. "Selbst in angeblich barrierefreien Hotelzimmern hängt die Duschbrause zu hoch, als dass ich sie im Sitzen erreichen könnte." Diese Probleme seien die Folge "von struktureller Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung und Menschen". Gleichzeitig betonte sie immer wieder, dass eine Behinderung nicht das Zentrum einer Persönlichkeit sein müsse – sondern eben nur eines von vielen Merkmalen, die einen Menschen ausmachen.
Ihre Haltung gegenüber ihrer Behinderung hat Kristina bereits in der Vergangenheit auf Instagram deutlich gemacht: "Ich habe es mir nicht ausgesucht, aber am Ende ist eine Behinderung auch nur ein Adjektiv, wie 'Ich habe braune Haare'", schrieb sie dort. Für die Veröffentlichung der restlichen Bilder aus dem Shooting hat sich Kristina ein besonderes Datum ausgesucht: den 26. Juni – den Jahrestag ihres Unfalls. Diesen Tag bezeichnet sie nicht als Schicksalstag, sondern als ihren "Happy Life Day" – ein Begriff, der ihre grundsätzliche Haltung zum Leben gut zusammenfasst.








