Er war 19: Joachim Llambi reflektiert den Tod seines Vaters
Joachim Llambi (61) öffnet sein Herz wie selten zuvor: Im Podcast "MayWay" spricht der Let's Dance-Juror mit Journalistin Tanja May über den Tag, an dem sein Leben aus dem Takt geriet. Er erinnert sich an die Rückkehr von einem Tanzturnier in Gießen in seine Heimat Duisburg, in den Moment, als seine Großmutter vom Balkon rief: "Es ist etwas Schlimmes passiert." Damals war Joachim 19 Jahre alt, unterwegs zu seinem Vater ins Krankenhaus – und kam doch eine halbe Stunde zu spät. Im Gespräch erzählt der TV-Experte, wie ihn der Tod seines Vaters, die Zeit im Krankenhaus und der Abschied bis heute prägen.
Acht Jahre vor dem Tod des Vaters hatte dessen Leidensweg begonnen. Der Spanier Narciso Llambi bekam damals die Diagnose Gehirntumor – die Ärzte gaben ihm kaum Chancen, die schwere Operation zu überleben. Doch er wachte wieder auf und blieb der Familie erhalten, wenn auch unter dramatisch veränderten Umständen: Nur ein Teil des Tumors konnte entfernt werden, Joachims Vater war danach fast vollständig erblindet, schnell erschöpft und ohne Kurzzeitgedächtnis. Für die Familie bedeutete das ein Leben zwischen Hoffnung und Abschied auf Raten. Joachims Mutter Ingrid pflegte ihren Mann zu Hause, ging arbeiten und hielt den Alltag am Laufen. Der heutige Juror erzählt, wie sie ihm trotz aller Belastung immer ermöglichen wollte, einfach Kind und Jugendlicher zu sein – mit Sport, Freunden und seinen ersten Schritten im Tanzsport.
Besonders eindrücklich beschreibt Joachim, wie ihn die zwei Welten seiner Kindheit geprägt haben: der raue Ruhrpott mit Industrie, Bolzplatz und schwerer Luft und die leuchtende Küste Spaniens, an der seine Großeltern in Blanes ein kleines Hotel führten und wo er einen Großteil seiner Sommerferien verbrachte. Dort, beim Fußball in Barcelona oder beim Besuch der Familie, spürt er seinen Vater bis heute an seiner Seite. Die spanischen Wurzeln und der starke Familienzusammenhalt haben den heutigen Fernsehexperten mitgeformt – ebenso wie die Disziplin, die er sich als sportbegeisterter Jugendlicher und späterer Turniertänzer aneignete. Joachims Mutter, die viele Jahre in einer Tanzschule arbeitete, öffnete ihm unbewusst den Weg zum Tanzen und damit auch zu seinem späteren TV-Job.







