Dieser Song prophezeite Liam Paynes tragischen Unfalltod
Samuel Preston, der Frontmann der Band The Ordinary Boys, sorgt mit einer bewegenden Enthüllung für Gänsehaut bei den Fans von Liam Payne (†31). In einem Interview mit der britischen Zeitung The Guardian erzählt Samuel, dass der Song "Live Forever", den Liam 2019 veröffentlichte, auf seinem eigenen Sturz von einem Hotelbalkon basiert. Der Musiker war 2017 nach starkem Alkoholkonsum von einem Balkon im zweiten Stockwerk eines Hotels in Dänemark gefallen und nur knapp mit dem Leben davongekommen. Die schrecklichen Ereignisse verarbeitete er in seinem Song. Jahre später wurde der Titel dann ausgerechnet von Liam aufgenommen, der 2024 selbst bei einem tragischen Balkonsturz in einem Hotel in Argentinien ums Leben kam. Für Samuel ist diese Parallele kaum zu begreifen. "Ich habe Liam das Lied gegeben und dann stürzt er von einem Balkon und stirbt. Es gibt Dinge im Leben, da kann man einfach nicht glauben, dass sie wirklich geschehen", sagt er nachdenklich.
Der Songschreiber erklärt, er habe Liam als "sehr witzigen, liebevollen, freundlichen Typen" erlebt, der oft missverstanden worden sei und den er als großes Talent sehe. Gleichzeitig spricht der Sänger offen über seine eigenen Schuldgefühle und räumt ein: "Ich habe vieles von mir in ihm gesehen, denn wir beide haben gelitten. Ich wünschte, ich hätte mehr tun können. Aber was eine Art Intervention betrifft, glaube ich nicht, dass ich [diese Rolle] in seinem Leben hatte." Mit "Live Forever" habe er Liam eigentlich von seinem eigenen Nahtoderlebnis erzählen wollen: "Der Song war mein Versuch zu sagen: 'Schau, mir ist das passiert.'" Doch er betont auch, wie schwer es sei, jemandem Ratschläge zu geben, wenn dieser nicht bereit sei, sie anzunehmen. Samuel selbst musste nach seinem Sturz lange kämpfen: Er saß sechs Monate im Rollstuhl, musste mehrere Operationen über sich ergehen lassen und entwickelte später eine Abhängigkeit von Schmerzmitteln, die er nach einem harten Entzug überwand.
Liam kämpfte ebenfalls mit persönlichen Dämonen. Ex-Verlobte Maya, die ihre bewegte Beziehung mit dem Sänger in ihrem Roman "Looking Forward" fiktional verarbeitet hat, sprach später in einem großen Interview darüber, dass seine Drogensucht sie auseinandergebracht habe. Sie erzählte, er habe mit Identitätsfragen gerungen und sie auf eine Art verletzt, die sie bis heute nicht vollständig begreife, betonte aber zugleich, dass sie ihm seine inneren Kämpfe nicht vorwerfe. Trotz all dieser dunklen Kapitel erinnern sich viele Fans vor allem an den sensiblen Menschen hinter dem Ruhm – und halten seine Erinnerung auf besondere Weise lebendig. So wurde Liams Name sogar symbolisch ins All geschickt und auf einer Speicherkarte verewigt, die im Maskottchen der Artemis-II-Mission mit ins Weltall reiste – eine letzte Liebeserklärung an den Musiker, der sich schon zu Lebzeiten für Weltraum und Science-Fiction begeistern konnte.








