Royaler Titel als Währung: Prinz Harrys Kalkül in Hollywood
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Royaler Titel als Währung: Prinz Harrys Kalkül in Hollywood

- Janine Karrasch
Lesezeit: 2 min

Prinz Harry (41) hat Mitte April Australien besucht – und dabei nach Einschätzung von Royals-Experten deutlich gemacht, dass sein Verhältnis zur eigenen royalen Herkunft weit komplizierter ist, als es nach außen wirkt. In Melbourne sprach er über den Tod seiner Mutter Prinzessin Diana (†36) und dessen Einfluss auf seine Einstellung zum Königshaus. Die Royals-Expertin Helena Chard sieht hinter Harrys Auftritten ein strategisches Muster. Sie erklärt gegenüber Fox News: "In Hollywood ist sein royaler Titel seine Währung. Die Deals hingen an der britischen Königsfamilie und seinem Titel als Prinz Harry. Als bloßer Harry allein kann er diese Deals nicht abschließen." Schon bevor Harry als eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen werden konnte, habe das royale Erbe seine Vermarktbarkeit erst ermöglicht – ein Umstand, den er zwangsläufig für sich nutze, auch wenn er nach außen hin einen anderen Anschein erwecke.

Nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1997 habe der damals Zwölfjährige das Leben im Rampenlicht als permanente Überwachung empfunden, nicht als familiäres Umfeld. "Ich dachte mir: 'Ich will diesen Job nicht. Ich will diese Rolle nicht – egal, wohin das führt, ich mag es nicht. Es hat meine Mutter getötet, und ich war strikt dagegen. Und ich habe jahrelang, jahrelang die Augen davor verschlossen'", sagte Harry laut People. Doch statt an diesem Wunsch festzuhalten, suchte Harry einen anderen Ausweg. Beim Besuch der Swinburne University of Technology sprach er über seine eigene Therapieerfahrung. Auf dem Weg dorthin habe er lange gezögert: Er habe gewartet, bis er buchstäblich auf dem Küchenboden zusammengebrochen sei, ehe er sich schließlich professionelle Hilfe gesucht habe, sagte Harry. Die Therapie beschreibt er heute als den entscheidenden Wendepunkt, der ihm geholfen habe, seine Rolle neu zu definieren.

Parallel zu Harrys Auftritten sorgte Herzogin Meghan (44) für Gesprächsstoff. Sie erklärte, sie sei über zehn Jahre täglich angefeindet worden. Die royale Kommentatorin Amanda Matta hält diese Beschreibung für zutreffend – die Belästigungen seien nie abgerissen, für manche sei das Anfeinden Meghans geradezu zur Gewohnheit geworden. Chard hingegen widerspricht scharf: Sie kritisiert, dass Meghan einen Besuch bei einer Jugend-Mentalgesundheitsgruppe genutzt habe, um erneut über sich selbst zu sprechen. Für sie steht das symptomatisch für ein grundlegendes Problem – das Paar halte die Dramatisierung seiner Geschichte bewusst am Laufen und untergrabe damit das Vertrauen in seine eigentlichen Botschaften. Ob Harrys royaler Name auf Dauer als Kapital ausreicht, bleibt offen.

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Prinzessin Diana, Prinz Harry, Prinz William und König Charles III. im September 1995
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