Rochelle Humes hat keinen Respekt für abwesenden Vater
Rochelle Humes hat keinen Respekt für abwesenden VaterGetty ImagesZur Bildergalerie

Rochelle Humes hat keinen Respekt für abwesenden Vater

- Nele Zuber
Lesezeit: 3 min

Rochelle Humes spricht so offen wie selten über ihre schwierige Beziehung zu ihrem Vater: In Jamie Laings (37) Podcast "Great Company" erzählt die Moderatorin, dass sie ihren Vater Mark Piper nie respektieren werde. Er habe die Familie verlassen, als sie noch ein Baby war. Den letzten Rest an Neugier und Achtung habe sie mit der Geburt ihrer Tochter Alaia-Mai im Jahr 2013 verloren. "Mein Vater ging, als ich eins war, ich erinnere mich nicht wirklich an ihn", sagt Rochelle laut Daily Mail im Podcast. Sie schildert, wie sie früher an Wochenenden am Fenster auf ihn wartete – vergeblich. Halt fand sie bei Onkel Paul Ince, der für sie zur wichtigsten männlichen Bezugsperson wurde. Auch über die Entbehrungen ihrer Kindheit spricht sie, die sie zeitweise in einem Hostel verbrachte.

Im Gespräch zeichnet Rochelle ein klares Bild ihrer Vergangenheit: Ihre Mutter habe "jeden Job" angenommen, um ihren Kindern ein gutes Leben ermöglichen zu können. Sie selbst habe nie gespürt, dass das Geld oft knapp war – und das, obwohl die kleine Familie zunächst im Hostel, später in einer Sozialwohnung und erst später in einem Haus lebte. "Das Einzige, was mir anders vorkam als Kind, war, dass ich in der Schule für das Mittagessen in einer anderen Schlange anstehen musste, und das war mir immer sehr peinlich", berichtete Rochelle im Podcast. Ihr Onkel Paul, der England-Kapitän war und für Manchester United und West Ham spielte, sei in dieser Zeit immer da gewesen: Er führte sie 2012 sogar zum Altar, als sie Marvin Humes heiratete. Letztendlich war es aber die Geburt ihrer Tochter, die Rochelles Einstellung grundlegend veränderte: "Der Tag, an dem ich Alaia bekam, hatte ich sofort null Neugier, meinen Vater kennenzulernen, und ich würde ihn niemals respektieren", schilderte sie.

Auch über ihre Karriere wird Rochelle deutlich: Schon als Zwölfjährige stand sie mit S Club Juniors auf der Bühne und verrät nun, dass sie in dieser Zeit mehr Geld verdient habe als später mit The Saturdays, obwohl die Girlgroup mehrere Chart-Hits landete. Viel des vermeintlich großen Geldes sei in Produktion, Marketing und an andere Beteiligte geflossen, während die Sängerinnen selbst vor allem über Touren und Werbedeals verdient hätten. Dem Druck der Öffentlichkeit bekam sie dennoch im vollen Ausmaß zu spüren: "Fotografen legten sich auf den Boden und versuchten, unter unseren Rock zu fotografieren, es war furchtbar", berichtet sie über diese Zeit.

Privat spielten Beziehungen und Fürsorge für Rochelle stets eine große Rolle. Paul nahm sie an Wochenenden mit zu West-Ham-Spielen; seine Frau Claire ist bis heute eng mit Rochelles Mutter befreundet. "Ich habe nie das Gefühl gehabt, keine männliche Figur um mich zu haben, weil er sich immer Zeit für mich genommen hat", erzählt die Moderatorin in "Great Company". Inzwischen ist Rochelle mit Marvin verheiratet und dreifache Mutter. Die beiden lernten sich kennen, als er in einer Boyband und sie in einer Girlband aktiv war. Ihr Vater Mark habe später noch drei Kinder bekommen – darunter Love Island-Star Sophie Piper sowie Lili und Jake –, mit denen Rochelle nach 23 Jahren wieder in Kontakt kam. Die Britin beschreibt dieses Ereignis als ein Wiedersehen, das nach langer Zeit eine Familie neu zusammengeführt habe.

Rochelle Humes, 2025
Getty Images
Rochelle Humes, 2025
Marvin und Rochelle Humes besuchen mit ihren Kindern den "Together At Christmas"-Gottesdienst in London
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Marvin und Rochelle Humes besuchen mit ihren Kindern den "Together At Christmas"-Gottesdienst in London
Marvin und Rochelle Humes bei den National Television Awards 2020
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Marvin und Rochelle Humes bei den National Television Awards 2020
Rochelle Humes, britische TV-Bekanntheit
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Rochelle Humes, britische TV-Bekanntheit
Könnt ihr nachvollziehen, dass Rochelle ihrem abwesenden Vater keinen Respekt mehr entgegenbringt?