Rebel Wilsons eigenes PR-Team nannte sie "völlig verrückt"
Rebel Wilson (46) muss sich derzeit vor dem Bundesgericht in Sydney verantworten: Die Schauspielerin und Regisseurin ist von Charlotte MacInnes wegen Verleumdung verklagt worden. Im Mittelpunkt stehen Social-Media-Posts, in denen Rebel ihrer Hauptdarstellerin aus dem Film "The Deb" vorgeworfen haben soll, eine angebliche Belästigungsanzeige gegen Produzentin Amanda Ghost zunächst gestellt und später aus Karrieregründen zurückgezogen zu haben. Gleichzeitig geht es um eine mutmaßliche Schmutzkampagne gegen Amanda, für die Rebel laut Unterlagen eine Krisen-PR-Agentur engagiert haben soll. Vor Gericht wurden nun laut People interne Nachrichten dieser PR-Firma verlesen, in denen das Team die Australierin Berichten zufolge als "völlig verrückt" bezeichnet.
Die Anwältin von Charlotte zeichnete in der Verhandlung ein anderes Bild der Situation rund um Amanda Ghost. Vor Gericht schilderte sie, dass Amanda am Bondi Beach eine allergische Reaktion bekommen habe und Charlotte ihr daraufhin im Hotel ein heißes Bad einließ. Beide seien später in einen großen Whirlpool gestiegen, hätten aber Badeanzüge getragen und sich "nicht einmal berührt", wie die Juristin erklärte. Parallel dazu legte die Zeugin Katie Case Dokumente und Textnachrichten vor, die sie als Mitarbeiterin der PR-Agentur TAG erhalten haben will. In diesen soll ihre Vorgesetzte davon gesprochen haben, Amanda auf einer anonymen Website "wirklich, wirklich hart" anzugreifen und sie quasi als Bordellchefin darzustellen. Rebel soll laut Gerichtsunterlagen zudem in Verbindung mit einem Textentwurf stehen, dessen Metadaten auf ihre Produktionsfirma Camp Sugar verweisen.
Rebel bestreitet jedoch weiterhin, eine Hetzkampagne gegen Amanda in Auftrag gegeben zu haben oder hinter den anonymen Seiten zu stecken. Ihre Anwälte argumentieren, das ominöse Textdokument könne auch von einer anderen Person erstellt oder bearbeitet worden sein, bevor es bei der PR-Agentur landete. Die Zeugin Katie betonte zudem, sie habe Rebel nie getroffen oder mit ihr gesprochen. Schon zuvor war rund um "The Deb" von einem Social-Media-Strategen die Rede gewesen, der in einer Sprachnachricht über einen besonders aggressiven Online-Kurs gegen Amanda gesprochen haben soll. Während nun auch Amandas Ehemann und Co-Produzent Gregor Cameron als Zeuge geladen ist, steht für Rebel neben ihrer Karriere auch ihr Ruf als Regisseurin und Produzentin auf dem Spiel, denn das Musicalprojekt ist ihr Herzensprojekt und zugleich ihr erster Film hinter der Kamera, der nach Festivalpremieren lange wegen rechtlicher Streitigkeiten auf eine reguläre Auswertung warten musste.






