Mobbing-Vorwürfe: Rebel Wilson muss vor Gericht kämpfen
Rebel Wilson (46) muss sich aktuell in Sydney vor Gericht verantworten: Die Schauspielerin erschien dort am Montag persönlich, um sich gegen eine Verleumdungsklage der Nachwuchsdarstellerin Charlotte MacInnes zu verteidigen. Im Zentrum des Prozesses steht laut Deadline Rebels Regiedebüt "The Deb" und mehrere Instagram-Beiträge, in denen der Hollywoodstar schwere Vorwürfe rund um einen Badevorfall mit Produzentin Amanda Ghost schilderte. Die Verhandlung, die über neun Tage angesetzt ist und live auf YouTube gestreamt wird, sorgt bereits am ersten Tag für Schlagzeilen – unter anderem, weil Charlottes Anwältin der Frau von Ramona Agruma und Comedyqueen, die vor allem durch ihre Rolle als "Fat Amy" in dem Film Pitch Perfect (2012) international bekannt wurde, im Saal ein hartes Wort an den Kopf warf: "Tyrannin".
Charlotte wirft Rebel vor, ihren Ruf massiv beschädigt zu haben, indem die Regisseurin öffentlich behauptete, die junge Hauptdarstellerin habe ihr von sexueller Belästigung durch Amanda berichtet und ihre Darstellung später zugunsten von Karrierechancen geändert. Eine der beanstandeten Aussagen stammt aus einem Instagram-Post vom September 2024, in dem Rebel, die mit ihrer Partnerin erneut Nachwuchs erwartet, andeutete, Charlotte habe nach der Szene in der Badewanne von Amanda Rollenangebote erhalten. Charlottes Anwältin Sue Chrysanthou erklärte im Gericht, ihre Mandantin habe Amanda nach einem Schwimmausflug am Bondi Beach wegen einer gesundheitlichen Reaktion lediglich im Bad unterstützt, beide seien dabei im Badeanzug gewesen. Von Belästigung könne keine Rede sein, stattdessen nutze Rebel den Fall laut Anwältin nur als Druckmittel in einem Streit um Budgets und Verträge bei "The Deb". Rebels Anwalt Dauid Sibtain betonte dagegen, es gehe im Kern darum, ob Charlotte seiner Mandantin ursprünglich von einem für sie unangenehmen Badevorgang berichtet und ihre Darstellung später geändert habe.
Für Rebel ist der Gerichtstermin ein weiterer Höhepunkt in einer ganzen Serie von Auseinandersetzungen rund um "The Deb". Zuvor hatten bereits Streitigkeiten mit der Produzentenseite die Veröffentlichung der australischen Musikkomödie verzögert und für Verschiebungen beim Kinostart gesorgt. Die Dreharbeiten zu dem Film, der eine warmherzige Geschichte über Jugendliche auf dem Land und ihren Debütantinnenball erzählt, hatte die 1980 in Sydney geborene Künstlerin eigentlich als ihren großen Schritt hinter die Kamera geplant. Stattdessen bestimmten zuletzt Verträge, Anschuldigungen und Gegenanschuldigungen ihren Alltag. Um sich für mögliche Rechtsstreitigkeiten abzusichern, schloss Rebel nach Angaben der Gegenseite 2024 sogar eine spezielle Versicherung gegen Verleumdungsklagen ab. Abseits des Gerichtssaals teilt die Comedyikone immer wieder Einblicke in ihr Familienleben und ihre Rolle als Mutter, doch in den kommenden Tagen dürfte ihr Fokus voll auf dem laufenden Prozess liegen, den Richterin Elizabeth Raper nun weiterführt.








