1976: Mick Jagger beinahe durch Heroinüberdosis verstorben
In einer neuen Biografie über die Rolling Stones behauptet Ex-Labelchef Marshall Chess, dass Mick Jagger (82) 1976 in New York beinahe an einer Heroinüberdosis gestorben wäre. Mick tauchte offenbar nach einer durchfeierten Nacht in Marshalls Apartment auf, gelangweilt und bereits mit Alkohol und vermutlich Kokain im Blut. Die beiden sollen sich dort ein Gramm Heroin geteilt haben – kurz darauf sei der Frontmann bewusstlos zu Boden gegangen. Während Marshall in Panik den Notruf wählte und Hilfe organisierte, reagierte ein Sprecher von Mick laut People zunächst nicht auf die brisanten Enthüllungen in dem Buch.
Der frühere Präsident von Rolling Stones Records beschreibt in der neuen Biografie von Autor Bob Spitz, "The Rolling Stones: The Biography", die dramatischen Minuten danach: Mick habe reglos auf dem Boden gelegen, seine Lippen seien blau geworden, und wiederholtes Schlagen ins Gesicht habe keine Reaktion gebracht. In seiner Angst soll Marshall geschrien haben: "Mick Jagger stirbt in meiner f-----g Wohnung!" Wie er in dem Buch weiter erzählt, habe er schließlich einen Krankenwagen gerufen und zusätzlich Musikmanager Ahmet Ertegun alarmiert, der kurz darauf mit Schauspielerin Faye Dunaway (85) eingetroffen sei. Marshall will dem bewusstlosen Star Mund-zu-Mund-Beatmung gegeben haben, bis der Rettungsdienst eintraf und Mick mit Sauerstoff versorgte. Der Musiker sei ins Lenox Hill Hospital gebracht worden, wo Faye geholfen habe, ein abgeschirmtes Zimmer zu organisieren, um den Vorfall von der Öffentlichkeit fernzuhalten. Für Marshall selbst soll das Erlebnis der endgültige Bruch mit harten Drogen und mit seinem Job bei den Stones gewesen sein.
Die neuen Schilderungen reihen sich ein in ein ohnehin turbulentes Bild von Micks Leben in den 60er und 70er Jahren, das Bob bereits an anderer Stelle zeichnet. Der Autor beschreibt nicht nur die exzessive Drogenzeit der Band, sondern auch komplizierte Liebesverhältnisse rund um den Frontmann – etwa die enge Verbindung zu Anita Pallenberg, die damals an der Seite von Keith Richards (82) stand und mit Mick vor der Kamera stand. Auch in späteren Jahren spielten Beziehungen und Familie im Leben des Sängers eine große Rolle: Micks Ex-Partnerin Jerry Hall (69) berichtete 2010 in ihren Memoiren, sie habe ihn nur unter der Bedingung akzeptiert, dass er Drogen hinter sich lasse. Sie schilderte, dass Mick die Sucht schließlich aus eigener Kraft bekämpft habe. Heute ist der Musiker nicht nur als Rocklegende bekannt, sondern auch als Vater einer großen Patchworkfamilie mit acht Kindern und Enkelkindern.









