Chris Brown will Rihanna-Vorfall aus Prozess heraushalten

Chris Brown will Rihanna-Vorfall aus Prozess heraushalten

- Janine Karrasch
Lesezeit: 2 min

Für Chris Brown (36) wird es vor Gericht ungemütlich: Seine ehemalige Haushälterin Maria Avila wirft dem Sänger vor, sie sei im Dezember 2020 von seinem großen Hund Hades angegriffen worden. Laut ihrer Klage habe das Tier sie schwer verletzt, sodass sie "dauerhafte Verletzungen und schwere körperliche Narben" davongetragen habe. Besonders belastend wirkt Marias Aussage, Chris sei "mehr darüber besorgt gewesen, dass der Hund vom Grundstück entfernt wird" als über ihren Gesundheitszustand. Sie fordert über 90 Millionen Dollar (77 Millionen Euro) Schadenersatz. Chris bestreitet, für den Vorfall verantwortlich zu sein, und behauptet, Maria habe das Tier in seinem Haus selbst provoziert.

In Gerichtsunterlagen, die TMZ vorliegen sollen, widersetzt sich Maria dem Antrag der Gegenseite, sämtliche Hinweise auf frühere häusliche Gewalt zu streichen. Die ehemalige Haushälterin betont laut den Papieren, dass Chris sich wegen der Auseinandersetzung mit seiner damaligen Partnerin Rihanna (38) vor Jahren schuldig bekannt hatte, und sieht in diesen Informationen ein mögliches Mittel, seine Glaubwürdigkeit im Zeugenstand anzugreifen. Der Musiker lässt über seinen Anwalt erklären, Äußerungen zu früheren Fällen seien "unangebracht, irrelevant und in hohem Maße unfair" und dürften nicht vor der Jury landen. Rihanna selbst äußert sich zu dem aktuellen Rechtsstreit nicht öffentlich, konzentriert sich seit Längerem auf ihre Karriere als Unternehmerin und das Familienleben mit ihren drei Kindern.

Chris, der offenbar kürzlich erneut Papa geworden ist, und Rihanna lernten sich Mitte der 2000er-Jahre kennen, als beide gerade dabei waren, internationale Superstars zu werden. Sie traten gemeinsam bei Awardshows auf, verbrachten viel Zeit im Studio und wurden schnell zu einem der meistbeachteten Paare der Musikszene. Doch hinter der glamourösen Fassade entwickelte sich eine zunehmend konfliktreiche Beziehung. Der Wendepunkt kam 2009, als Chris sie in einem Auto schwer attackierte. Laut Polizeibericht schrie er damals: "Ich werde dich umbringen!" Er biss ihr ins Ohr und schlug zu. Die Tat führte zu seiner Verurteilung und prägte das öffentliche Bild beider Künstler nachhaltig. Bis heute wirkt dieser Schatten nach, weshalb Chris' Vergangenheit nun erneut im Fokus steht.

Sänger Chris Brown, Juni 2025
Getty Images
Sänger Chris Brown, Juni 2025
Chris Brown und Rihanna, Februar 2013
Getty Images
Chris Brown und Rihanna, Februar 2013
Chris Brown und Rihanna auf einem NBA-Basketballspiel 2012 in L.A.
Getty Images
Chris Brown und Rihanna auf einem NBA-Basketballspiel 2012 in L.A.
Sollte der Rihanna-Vorfall im aktuellen Prozess erwähnt werden – oder hat das dort nichts zu suchen?