Vanessa Mai wurde als Kind für ihren Gesang ausgelacht

Vanessa Mai wurde als Kind für ihren Gesang ausgelacht

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 2 min

Vanessa Mai (33) und Lola Weippert (30) haben in der neuesten Folge ihres gemeinsamen Podcasts "Schön laut" offen über ihre Schulzeit gesprochen – und dabei auch von Mobbing-Erfahrungen erzählt. Beide Frauen kommen aus dem Süden Deutschlands und schwärmten zunächst von ihrer Kindheit im "Ländle". Doch die war nicht immer unbeschwert. Vanessa verriet, dass sie schon früh wusste, dass sie Sängerin werden wollte – und genau dieser Traum machte sie zur Zielscheibe. "Wie oft wurde ich ausgelacht, wenn ich auf der Bühne stand und gesungen habe", erzählte die Schlagersängerin. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr eine Schulaufführung von "Der Zauberer von Oz", bei der sie "Over the Rainbow" sang. Eine Textzeile wurde von Teilen des Publikums zweideutig verstanden – und ihre damaligen Freundinnen lachten lautstark über sie.

Trotzdem ließ sich Vanessa davon nicht entmutigen – ganz im Gegenteil. "In diesem Moment dachte ich mir nur: Das hat mich so angetrieben, das kannst du dir nicht vorstellen. Das war der Motor für mich", erklärte sie im Podcast. Auch Lola schilderte einschneidende Erfahrungen. Nach dem Wechsel von der Waldorfschule auf ein Gymnasium habe sie Mobbing erlebt, was "auch echt viel gebrochen hat in mir", gab die Moderatorin zu. Sie sei als "Bauernkind" abgestempelt und wegen ihres Mundes als "Breitmaulfrosch" gehänselt worden. Mit zwölf Jahren begann sie dann zu modeln und stand für Werbeprospekte des Discounters Aldi vor der Kamera. Auch hier sollte sie eine Enttäuschung erleben. Denn statt eines Traumstarts in die Modelkarriere folgten harte Kritiken: In ihrer Kartei habe gestanden, sie sei zu muskulös, habe einen zu männlichen Körper und zu starke Körperbehaarung. Vanessa fand das "krass" und betonte, sie könne "natürlich nachvollziehen", dass Lola diese Zweifel immer noch verfolgen und ihr Selbstbild bis heute beeinflussen.

Vanessa kennt es, mit Vergleichen und Erwartungen umgehen zu müssen. Bereits früh in ihrer Karriere wurde sie immer wieder gefragt, ob sie die neue Helene Fischer (41) sei – eine Etikettierung, die sie laut eigenen Aussagen lange genervt hat. Sie wollte "keine zweite Helene" sein und nicht als bloße Kopie gesehen werden. Ihren Weg zur Bühne hatte übrigens Vanessas Mutter angestoßen, die sie als 14-Jährige heimlich zu einem Gesangswettbewerb anmeldete. Obwohl sie unbedingt auftreten wollte, traute sie sich damals kaum – eine Unsicherheit, die angesichts der Erfahrungen in ihrer Schulzeit kaum verwundert. Inzwischen lacht niemand mehr über Vanessa. Sie hat es allen gezeigt und sich ihren Traum erfüllt.

Vanessa Mai, Sängerin
Warner Music Group
Vanessa Mai, Sängerin
Lola Weippert beim Finale der Miss Germany Awards 2026 in den Bavaria Studios, München
Imago
Lola Weippert beim Finale der Miss Germany Awards 2026 in den Bavaria Studios, München
Vanessa Mai bei "Holiday on Ice" im Januar 2024
Getty Images
Vanessa Mai bei "Holiday on Ice" im Januar 2024