Enthüllt: Hinterließ Jeffrey Epstein einen Abschiedsbrief?
Hat der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) vor seinem Tod im Jahr 2019 einen Abschiedsbrief hinterlassen? Ein ehemaliger Zellengenosse des verstorbenen Finanziers behauptet das gegenüber den Behörden, wie das People Magazin berichtet. Wie auch die New York Times berichtet, soll Nicholas Tartaglione den Ermittlern mitgeteilt haben, dass Epstein ihm einen handgeschriebenen Brief hinterlassen habe. Die Zeitung bezieht sich dabei auf eine Chronologie der Ereignisse rund um Epsteins Tod, die im Rahmen der sogenannten Epstein Files – einem umfangreichen Materialpaket mit Fotos, E-Mails und Dokumenten – aufgetaucht ist.
Ex-Zellengenosse Nicholas Tartaglione, der seine Aussage laut der Zeitung von einem Bundesgefängnis in Kalifornien aus tätigte, erinnerte sich demnach auch an Teile des Inhalts. "Was willst du, dass ich tue, in Tränen ausbrechen? Es ist Zeit, auf Wiedersehen zu sagen", zitiert die New York Times aus dem angeblichen Schreiben. Der Brief soll laut der Chronologie von Tartagliones Anwalt "authentifiziert" worden sein. Ein Richter ordnete anschließend an, dass die Anwälte das Schreiben bei einem Bundesgericht in White Plains im Bundesstaat New York einreichen müssen. Seitdem liegt es dort versiegelt, um das Anwaltsgeheimnis zu wahren. Ein Gerichtssprecher wollte die Existenz des Briefes nicht bestätigen, und auch das US-Justizministerium äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.
Jeffrey Epsteins Tod wurde für den 10. August 2019 in seiner Gefängniszelle im Metropolitan Correctional Center in New York offiziell bestätigt – und außerdem als Suizid eingestuft. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt in Untersuchungshaft wegen Vorwürfen des Menschenhandels und des sexuellen Missbrauchs. Tartaglione, sein damaliger Zellengenosse, war früher Polizeibeamter und wurde wegen der Morde an vier Menschen im Jahr 2016 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Bereits rund drei Wochen vor Epsteins Tod, am 23. Juli 2019, war dieser mit Verletzungen am Hals auf dem Boden seiner Zelle gefunden worden. Epstein bezichtigte damals zunächst Tartaglione, laut einem Vermerk des Bureau of Prisons in den "Epstein-Akten", ihn versucht zu haben zu töten – widerrief diese Aussage jedoch später. Danach wurde der Vorfall als Selbstmordversuch abgetan. Tartaglione hat nach Angaben der New York Times stets bestritten, Epstein Schaden zugefügt zu haben.






