Von Jeffrey Epstein betäubt: Opfer schildert Vergewaltigung
Eine Frau, die dem britischen Sender BBC unter der Bedingung der Anonymität ein Interview gab, hat erstmals öffentlich über eine traumatische Begegnung mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) gesprochen. Die Frau, die im Interview Nicky genannt wird, berichtete, dass sie Epstein im Alter von 19 Jahren während ihrer Arbeit als Model kennengelernt habe. Bei einem Besuch in seiner Villa in Palm Beach im US-Bundesstaat Florida habe sie ihm eine Massage gegeben, wie sie es bereits zuvor getan hatte. Doch dieses Mal nahm der Abend eine andere Wendung: Nachdem Jeffrey ihr ein Glas Wasser angeboten hatte, verlor sie für mindestens zwölf Stunden jegliche Erinnerung. Sie sei mit Übelkeit und einem Gefühl der Schwere aufgewacht und habe Anzeichen von Geschlechtsverkehr an ihrem Körper bemerkt, obwohl sie sich an nichts erinnern könne.
Gegenüber der BBC schilderte Nicky weitere Details der Begegnung. Bereits während der Massage habe Jeffrey versucht, ihre Jeans zu öffnen, woraufhin sie ihm gesagt habe, sie habe ihre Periode – was eine Notlüge war. Er habe sie dennoch zu Sex ermutigt und schließlich vor ihr masturbiert. Danach sei sie ins Badezimmer gegangen, um sich das Massageöl von den Händen zu waschen. Als sie zurückkam, bot er ihr das Wasser an. "Ich habe etwas Wasser getrunken und kann mich an mindestens zwölf Stunden danach an nichts erinnern", sagte sie dem Sender. Später am selben Tag, als Jeffrey sie erneut um eine Massage bat und sie wieder mit ihrer angeblichen Menstruation argumentierte, habe er gesagt: "Du musst mich nicht anlügen." Für Nicky war damit klar, dass er sie vergewaltigt haben musste, während sie bewusstlos war. "Ich habe verschiedene Psychotherapien ausprobiert, um mich zu erinnern, aber es ist alles schwarz", erklärte sie.
Jeffrey Epstein starb im August 2019 in einem Gefängnis in New York, wo er wegen Sexualverbrechen in Untersuchungshaft saß. Laut einem internen FBI-Vermerk wird inzwischen von mehr als tausend Opfern des Financiers ausgegangen. Im November 2025 unterzeichnete US-Präsident Donald Trump (79) den sogenannten "Epstein Transparency Act", der das Justizministerium zur Veröffentlichung sämtlicher Ermittlungsakten verpflichtet. Millionen Dokumente wurden daraufhin freigegeben, rund zwei Millionen Akten bleiben jedoch weiterhin unter Verschluss.






