Crash-Fahrt ohne Lappen: Nino de Angelos dramatische Flucht
Es war eine wilde Nacht für Nino de Angelo (62): Der Schlagersänger soll im vergangenen Juli in einem Parkhaus in Kempten mit seinem Sportwagen ein fremdes Auto gerammt und anschließend die Flucht ergriffen haben. Dabei durchbrach der 62-Jährige die Sicherheitsschranke des Parkhauses und lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei – und das alles ohne gültigen Führerschein. Im Januar wurde der Strafbefehl erlassen: ein Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung mit einer Bewährungszeit von drei Jahren sowie eine Geldstrafe von 50.000 Euro. Einen neuen Führerschein darf er zudem erst nach 16 Monaten wieder beantragen. Gegenüber Bild spricht Nino nun erstmals öffentlich über die Ereignisse jenes Abends.
Im Gespräch mit dem Blatt beschreibt Nino den Moment im Parkhaus als fatale Kettenreaktion. "Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände. Ich habe beim Ausparken ein anderes Auto leicht gestreift, was ich gar nicht bemerkt habe", berichtet er. Erst als plötzlich Menschen hinter ihm hergerannt seien und laut riefen, sei er total erschrocken. Vor der Schranke habe er dann, wie er sagt, eine heftige Panikattacke erlitten. "Ich bin von der Bremse aufs Gas gerutscht. Da war die Schranke auf einmal weg", erzählt der Musiker. Zeugen alarmierten sofort die Polizei, die den Sportwagen mit Blaulicht verfolgte. "Das war wie im Film. Ich hatte Angst um mein Leben und dass die Polizisten auf mich schießen könnten. Deshalb bin ich nicht stehen geblieben und habe weiter Gas gegeben. Ich war in einem psychischen Ausnahmezustand", erinnert sich Nino. Weil er außerdem wusste, dass er ohne Führerschein unterwegs war, sei er nicht stehen geblieben, sondern weiter geflüchtet. Die Beamten konnten ihn in dieser Nacht nicht stellen, stellten aber am nächsten Tag seinen Wagen bei ihm zu Hause sicher.
Die rechtlichen Folgen trafen Nino hart: "Das Urteil war ein Schock. Die Bewährungsstrafe habe ich akzeptiert, aber die Geldstrafe ist viel zu hoch. Ich bin finanziell gar nicht in der Lage, die 50.000 Euro zu stemmen. Ich bin ja gerade aus meiner Insolvenz heraus. Es wurde außer der Schranke kein anderes Auto beschädigt, da war nicht mal ein Kratzer", sagt er im Interview. Auf die Frage, warum er so kopflos reagierte, verweist der Sänger auf seine Gesundheit: "Ich hatte gerade nach zwölf Jahren mein Antidepressivum abgesetzt. Das ließ meine Panikattacken zurückkommen, unter denen ich vor vielen Jahren gelitten habe. Ich war dadurch hochexplosiv." Inzwischen richtet Nino den Blick nach vorn. Sein neues Album "Vivi la Vita" soll am 12. Juni erscheinen, einen Tag später plant er in der Lokhalle Mainz eine große Release-Party mit Konzert. "Ich will mit meinen Fans eine Sommerparty feiern! Im Leben passiert auch mal Mist, das weiß keiner besser als ich. Aber ich stehe immer wieder auf", gibt sich der Sänger kämpferisch.








