Clint Eastwood möchte keine Remakes seiner Kult-Western
Clint Eastwood (95) hat eine klare Meinung zu Remakes seiner berühmten Western – und die fällt wenig begeistert aus. In einem Interview mit dem Magazin GQ sprach die Hollywoodlegende offen darüber, dass er regelmäßig auf Neuverfilmungen seiner Kultfilme angesprochen wird. Besonders "Der Texaner" und "Erbarmungslos" stünden dabei immer wieder im Raum. "Warum sollte man das neu machen? Ich meine, ihr könnt das tun. Ich halte euch nicht auf. Aber was ist falsch daran, einfach eigenes Material zu finden?", erklärte er.
Dabei zieht Clint offensichtlich eine Grenze zwischen bloßem Nachspielen und echter kreativer Neuinterpretation. Denn ausgerechnet "Erbarmungslos" bekam 2013 ein Remake – allerdings in Form einer japanischen Samurai-Version, die die Geschichte in einen völlig anderen kulturellen Kontext verlegte. Der Film kam bei Kritikern gut an und erreichte auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes beeindruckende 94 Prozent.
Dass Clint selbst einst mit einem Remake groß wurde, macht seine Haltung umso interessanter. Sein erster großer Kinoerfolg, "Eine Handvoll Dollar" aus den 1960er-Jahren, war eine Westernvariante des japanischen Samurai-Klassikers "Yojimbo" von Regisseur Akira Kurosawa. Auch damals wurde also eine Geschichte in einen neuen kulturellen Rahmen übertragen – ganz ähnlich wie es später mit "Erbarmungslos" geschehen ist. Clints Kritik richtet sich demnach weniger gegen jede Form von Neuinterpretation, sondern vielmehr gegen das gedankenlose Recyceln bewährter Stoffe ohne eigenen kreativen Ansatz.








