Meryl Streep verrät: So entstand Kultrolle Miranda Priestly
Meryl Streep (76) hat in der Late Show mit Stephen Colbert (61) ein seit Jahren kursierendes Gerücht um ihre legendäre Rolle in "Der Teufel trägt Prada" endlich aufgeklärt. Die Schauspielerin verriet vor Kurzem, dass ihre eiskalte Figur der Moderedakteurin Miranda Priestly entgegen der weit verbreiteten Annahme nicht von Anna Wintour (76) inspiriert wurde. Stattdessen orientierte sie sich an zwei Hollywood-Größen: dem Regisseur Mike Nichols (†83) und Schauspieler Clint Eastwood (95). "Ich habe im Grunde die ganze Zeit Mike Nichols imitiert", erklärte Meryl laut People. "Wenn Mike Nichols und Clint Eastwood ein Baby bekommen hätten... wäre es Miranda Priestly geworden." Die dreifache Oscar-Preisträgerin beschrieb, wie sie sich von Mikes Kommando am Set und seinem verschmitzten Humor sowie von Clints ruhiger Autorität inspirieren ließ.
Die Details ihrer Interpretation gab Meryl gegenüber dem Moderator preis: "Die Befehlsgewalt am Set. Und Mike machte das mit einer Art hintergründigem Humor. Die Leute nehmen es als gemein wahr, aber es ist lustig. Ich finde es lustig." Von Clint habe sie sich dagegen eine leisere Form der Autorität abgeschaut. "Clint würde niemals seine Stimme erheben", erzählte Meryl, die für Leonardo DiCaprio die beste Schauspielerin der Welt ist. "Er gab Anweisungen und die Leute mussten sich nach vorne lehnen, um zu hören, was er sagte." Während sie Clint noch nicht von der Verbindung erzählt habe, wusste Mike Bescheid und sei begeistert gewesen. Passend zum Thema trug Meryl bei ihrem Auftritt einen ceruleanblauen Pullover – eine Anspielung auf jene ikonische Szene mit Anne Hathaway (43). Das Kleidungsstück wurde eigens von Olympia Gayot für J.Crew entworfen.
Meryl und Mike verband eine lange Zusammenarbeit – sie drehten gemeinsam "Silkwood", "Sodbrennen" und die Miniserie "Angels in America". Mit Clint stand die Schauspielerin für "Die Brücken am Fluss" vor der Kamera. In der Show blickte Meryl außerdem darauf, wie das Original 2006 häufig als "Chick-Flick" einsortiert wurde und das Budget darunter litt. "Diese Bezeichnung ist nicht gut gealtert", sagte sie und verwies auf den Erfolg von Filmen mit Frauen im Zentrum wie "Barbie" und ihrem eigenen "Mamma Mia!". Über ihren Austausch mit Regisseurin Greta Gerwig (42) verriet sie weiter: "Ich habe mit Greta darüber gesprochen. Das war bei 'Barbie' ein bisschen so im Vergleich zu dem, was sie für andere Filme ausgeben. Dieses Mal, Schatz, haben sie das Geld ausgegeben", sagte Meryl in "The Late Show with Stephen Colbert".








