Prinzessin Leonor (20) wird 2027 zur Leutnantin ernannt
Prinzessin Leonor (20) befindet sich auf der Zielgeraden ihrer militärischen Ausbildung – doch bis zur offiziellen Ernennung zur Leutnantin muss die spanische Thronfolgerin noch etwas Geduld aufbringen. Das Königshaus hat nun klargestellt, dass Leonor bei der Abschlussfeier im Juli an der Luftwaffenakademie in San Javier keine Ernennungsurkunden erhalten wird. Stattdessen begleitet sie lediglich ihre Kameraden aus dem fünften Jahrgang, die an diesem Tag ihre Patente als Teniente überreicht bekommen. Ihre eigenen Urkunden folgen erst im Sommer 2027.
Der Grund dafür liegt in der Struktur ihrer militärischen Ausbildung: Leonor trat jeweils mit einem Jahrgang an, der seine Ausbildung erst 2027 abschließt. Gemäß dem königlichen Dekret 173/2023, das ihre Militärausbildung regelt, soll sie die Ernennungsurkunden gemeinsam mit den jeweiligen Jahrgängen erhalten – und damit an der Spitze jeder ihrer Promotionen stehen. Im Juli 2027 soll die Prinzessin nacheinander alle drei Akademien besuchen: In Zaragoza erhält sie das Patent als Leutnantin des Heeres, in Marín das als Alférez de Navío der Marine und in San Javier das als Leutnantin der Luftwaffe. Nach diesem Meilenstein sollen ihre Beförderungen in allen drei Teilstreitkräften gleichzeitig erfolgen – immer dann, wenn der Erstgereihte ihres jeweiligen Jahrgangs aufsteigt. Damit endet ihre militärische Laufbahn jedoch wohl nicht: Das Dekret lässt auch Spezialisierungskurse und höhere Verteidigungsstudien zu.
Bevor Leonor 2027 ihre Urkunden entgegennehmen kann, steht ab Herbst dieses Jahres zunächst ein Studium der Politikwissenschaften an der Universidad Carlos III in Getafe an. Der Campus liegt nur wenige Kilometer vom Zarzuela-Palast entfernt. Dass die militärische Ausbildung der Prinzessin so strukturiert ist, ist kein Zufall: Ihr Vater, König Felipe VI (58), durchlief nach seinem Universitätsstudium ebenfalls weitere militärische Spezialisierungen – unter anderem an der Militärhubschrauberschule.






