Vor 23 Jahren: Disney riskierte mit "Fluch der Karibik" viel

Vor 23 Jahren: Disney riskierte mit "Fluch der Karibik" viel

- Lisa Mayr
Lesezeit: 2 min

Vor 23 Jahren wagte Disney ein waghalsiges Comeback der Piraten auf der großen Leinwand: Ausgerechnet eine alte Freizeitpark-Attraktion in Disneyland diente als Vorlage für ein 119-Millionen-Euro-Projekt namens Fluch der Karibik. In einer Zeit, in der das Genre nach dem Mega-Flop "Die Piratenbraut" als verbrannt galt, setzten die Studios trotzdem alles auf eine Karte, wie das Magazin Filmstarts berichtet. Der erste Teaser zeigte fast nur tosende Wellen, peitschenden Sturm, Palmen im Wind – und zum Schluss einen skelettierten Fuß, der über den Meeresboden stapft. Dazu wurden die Namen von Johnny Depp (62), Orlando Bloom (49) und Geoffrey Rush (74) eingeblendet – genug, um die Neugier des Publikums weltweit zu wecken.

Was als riskantes Experiment begann, entpuppte sich 2003 als Volltreffer: "Fluch der Karibik" spielte rund 558 Millionen Euro ein und avancierte damit zum vierterfolgreichsten Film des Jahres – nur Matrix Reloaded, "Findet Nemo" und Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs lagen vorne. Produzent Jerry Bruckheimer (82), sonst für Actionhits wie Top Gun oder "Armageddon" bekannt, hatte damit sein nächstes Erfolgsfranchise geschaffen. Im Studio war man zunächst unsicher, ob Johnnys exzentrische Interpretation von Captain Jack Sparrow überhaupt funktionieren würde, zwischenzeitlich stand offenbar sogar im Raum, den Star auszutauschen. Doch der schräge Pirat wurde zum Herzstück der Reihe und machte aus der einstigen Disneyland-Fahrt ein weltweites Massenphänomen.

Mit "Fluch der Karibik 2" steigerten Disney und Regisseur Gore Verbinski den Erfolg noch einmal deutlich: Die Fortsetzung durchbrach die magische Milliardengrenze an den Kinokassen und wurde zum erfolgreichsten Film ihres Jahres. 2007 folgte Teil drei, anschließend kamen bis 2017 noch zwei weitere Abenteuer mit Jack Sparrow in die Kinos. Nach dem öffentlichen Rechtsstreit zwischen Johnny und Amber Heard (40) war die Zukunft der Reihe und eines möglichen sechsten Films zunächst ungewiss, doch laut Produzent Jerry Bruckheimer soll Johnny als Jack Sparrow zurückkehren.

Johnny Depp, Orlando Bloom und Keira Knightley auf einem "Fluch der Karibik"-Plakat
Johnny Depp, Orlando Bloom und Keira Knightley auf einem "Fluch der Karibik"-Plakat
Orlando Bloom, Johnny Depp und Keira Knightley bei der Weltpremiere von "Fluch der Karibik 2"
Getty Images
Orlando Bloom, Johnny Depp und Keira Knightley bei der Weltpremiere von "Fluch der Karibik 2"
Johnny Depp als Captain Jack Sparrow mit Jerry Bruckheimer bei der D23 Expo 2015 in Anaheim
Getty Images
Johnny Depp als Captain Jack Sparrow mit Jerry Bruckheimer bei der D23 Expo 2015 in Anaheim
Ein Blockbuster nach einer Freizeitpark-Fahrt – wie findet ihr Disneys Wagnis rückblickend?