Meryl Streep zerreißt Marvel-Filme als öde Fließbandware
Mit Der Teufel trägt Prada 2 läuft gerade eine der meist erwarteten Fortsetzungen der Filmgeschichte in den Kinos an – und Meryl Streep (76) nutzt die Promomaschinerie für eine klare Ansage in Richtung Superhelden-Genre. Im Interview mit Hits Radio, das die Schauspielerin gemeinsam mit ihren Co-Stars Anne Hathaway (43) und Emily Blunt (43) gab, ließ die Oscarpreisträgerin kein gutes Haar an der klaren Gut-Böse-Aufteilung in Blockbustern wie "Iron Man", Captain America oder Black Panther. "Wir neigen dazu, die Filme jetzt zu 'Marveln'", sagte die 76-Jährige und ergänzte: "Wir haben die Bösewichte und wir haben die Guten – und das ist so langweilig."
Statt klarer Fronten wünsche sich Meryl vielschichtigere Charaktere. "Was im Leben wirklich interessant ist: Manche Helden haben Fehler, und manche Bösewichte sind menschlich und interessant und haben ihre eigenen Stärken", so die Schauspielerin weiter. Genau das schätze sie an der Fortsetzung: "Es ist chaotischer." Im Gespräch mit Moderatorin Fleur East kam auch das Thema künstliche Intelligenz zur Sprache. Auf die Frage, ob ihre Filmfigur Miranda Priestly wohl KI nutzen würde, verneinte Meryl – sie habe dafür schließlich Assistenten. Anne wiederum berichtete amüsiert, dass sie mehrere Bewerber dabei erwischt habe, mit ChatGPT verfasste Dankesnotizen einzuschicken, was Meryl zu dem Kommentar verleitete: "Das wäre ein absoluter Killer – niemand auf dieser Liste bekommt den Job."
Der erste "Teufel trägt Prada"-Film aus dem Jahr 2006 basierte auf dem Roman von Lauren Weisberger, die selbst als Praktikantin beim Modemagazin Vogue gearbeitet hatte und ihre Erfahrungen dort als "verrückt" beschrieb. Auch das aktuelle Sequel knüpft an diese Vorlage an: Anne kehrt als Andrea Sachs zurück, die erneut mit Meryls Figur der gefürchteten Chefredakteurin Miranda Priestly zusammenarbeitet – einer Rolle, die von der langjährigen Vogue-Chefredakteurin Anna Wintour (76) inspiriert wurde. Zur Premiere des Films zierten Meryl und Anna sogar gemeinsam das Cover der Mai-Ausgabe der Vogue.









