Emilia Clarke verheimlichte ihr Hirnaneurysma vor HBO
Emilia Clarke (39) hat nun offen über eine der schlimmsten Phasen ihres Lebens gesprochen. Die Game of Thrones-Schauspielerin erlitt im Jahr 2011, kurz nach ihrem Durchbruch als Daenerys Targaryen in der ersten Staffel der Erfolgsserie, mit gerade einmal 24 Jahren ihr erstes Hirnaneurysma. Was folgte, war nicht nur ein langer Kampf ums Überleben, sondern auch ein Kampf gegen ihre eigene Scham: Emilia verschwieg den Vorfall gegenüber dem Sender HBO aus Angst, als schwach oder unzuverlässig zu gelten. "Ich schämte mich so sehr, dass mir das passiert war, und dass die Leute, die mich engagiert hatten, mich als schwach ansehen oder als jemanden, der gebrochen werden kann", erklärte Emilia im Podcast "How To Fail" mit Moderatorin Elizabeth Day. Sie schilderte, wie sie bereits nach etwa einem Monat – noch unter dem Einfluss von Morphium – Presseauftritte für die erste "Game of Thrones"-Staffel absolvierte.
Nur den Showrunnern David Benioff (55) und Dan Weiss teilte sie pflichtbewusst mit, dass sie nicht gestorben sei – mehr nicht. Zwei Jahre später folgte ein zweites Aneurysma, diesmal nach einer Operation, die schiefging. Dabei musste die Schauspielerin notfallmäßig erneut operiert werden und überstand auch diesen Eingriff. Über die Zeit nach der zweiten Operation sagt Emilia, sie habe emotional komplett dichtgemacht und sei fest überzeugt gewesen, dass sie eigentlich hätte sterben sollen. "Ich war überzeugt, dass ich dem Tod entkommen war und dass ich hätte sterben sollen. Das alles, woran ich denken konnte, war: 'Ich bin nicht dazu bestimmt, hier zu sein. Das wird mich holen'", sagte sie im Podcast. Jede kleinste Kopfschmerz-Attacke – sogar während eines Live-Interviews bei der Comic-Con – löste bei ihr die Angst aus, es sei wieder so weit. Gleichzeitig habe sie aus ihrem Elternhaus mitgenommen, niemals in Selbstmitleid zu verfallen, und sei deshalb fast schon zwanghaft weiter zur Arbeit gegangen.
Im Jahr 2019 gründete Emilia gemeinsam mit ihrer Mutter Jenny, die ebenfalls wegen eines Hirnaneurysmas operiert wurde, die Wohltätigkeitsorganisation SameYou. Gemeinsam sammeln sie Geld für die Rehabilitation von Menschen nach Hirnverletzungen und Schlaganfällen. Hintergrund war die Erfahrung der Schauspielerin, wie unzureichend entsprechende Angebote ausgestattet sind. 2024 wurden beide für ihr Engagement mit dem MBE – dem Ehrenorden des Britischen Empires – ausgezeichnet. Heute lässt die Schauspielerin, die aktuell in der neuen Agentenserie "Ponies" zu sehen ist, ihr Gehirn regelmäßig kontrollieren. Die Angst vor einem weiteren Anfall, die sie jahrelang begleitete, ist nach eigenen Angaben inzwischen verblasst.









