"Adolescence" räumt ab, aber Staffel zwei bleibt ein Traum
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"Adolescence" räumt ab, aber Staffel zwei bleibt ein Traum

- Florentine Naumann
Lesezeit: 2 min

Die Netflix-Miniserie "Adolescence" hat bei den britischen TV BAFTAs am Sonntag Geschichte geschrieben und so viele Preise gewonnen wie keine andere Serie zuvor. Hauptdarsteller Stephen Graham wurde als bester Schauspieler ausgezeichnet, der 16-jährige Owen Cooper sicherte sich erneut den Preis als bester Nebendarsteller, und Christine Tremarco gewann die Auszeichnung für die beste Nebendarstellerin. Dazu kommt der Preis in der Kategorie "Limited Drama". Doch Fans, die auf eine zweite Staffel gehofft hatten, müssen jetzt stark sein: Schöpfer Jack Thorne hat diese Hoffnungen gegenüber Metro deutlich gedämpft.

Stephen, der in der Serie den Vater des 13-jährigen Protagonisten Jamie Miller spielt, ließ bei seiner Dankesrede den Emotionen freien Lauf. "Ich wurde acht Mal nominiert, und das ist das erste Mal, dass ich gewonnen habe", sagte er auf der Bühne. Owen, der mit seinen bisherigen Auszeichnungen bereits den Golden Globe und den Emmy als jüngster Gewinner in seiner Kategorie geholt hatte, zeigte sich ebenfalls bewegt: "Jedes Mal, wenn bei diesen Veranstaltungen dein Name aufgerufen wird, blitzt dein erstes Vorsprechen in deinem Gedächtnis auf." Christine wiederum überraschte damit, dass sie ihre Kollegin Erin Doherty in der Nebendarstellerinnen-Kategorie schlug – Erin hatte zuvor sowohl den Golden Globe als auch den Emmy gewonnen. Jack erklärte gegenüber dem Newsportal derweil klar, warum es keine Fortsetzung geben wird: "Jeder Versuch, dorthin zurückzukehren, würde die Geschichte, die wir bereits erzählt haben, abschwächen."

Auf eine mögliche zweite Staffel rund um das sogenannte "Femosphere" – das weibliche Pendant zur in der Serie thematisierten Manosphere – angesprochen, sagte er: "Ich glaube nicht, dass ich der richtige Autor dafür bin, aus sehr entscheidenden Gründen. Aber ich freue mich darauf, dass jemand eine Serie darüber macht." "Adolescence" erzählt die Geschichte eines 13-jährigen Schülers namens Jamie Miller, der nach dem Mord an einer Mitschülerin verhaftet wird. Jede der vier Episoden wurde in einer einzigen durchgehenden Einstellung gedreht. Die Serie wurde von Jack gemeinsam mit Stephen entwickelt. Produzent Mark Herbert von Warp Films bedankte sich bei der Preisverleihung ausdrücklich bei Stephen dafür, "diese Gruppe zusammengebracht zu haben", und schwärmte: "Das Drehbuch hat uns das Herz zerrissen und uns in den Magen getroffen." Interessant ist auch, dass Amazon Prime Video das Projekt ursprünglich abgelehnt hatte, bevor Netflix-Chefin Anne Mensah es aufgriff.

Owen Cooper in der Netflix-Serie "Adolescence"
Courtesy of Netflix
Owen Cooper in der Netflix-Serie "Adolescence"
Owen Cooper, Erin Doherty, Hannah Walters, Stephen Graham und Ashley Walters mit dem Golden Globe für "Adolescence"
Getty Images
Owen Cooper, Erin Doherty, Hannah Walters, Stephen Graham und Ashley Walters mit dem Golden Globe für "Adolescence"
Owen Cooper und Stephen Graham in der Serie "Adolescence"
Courtesy of Netflix
Owen Cooper und Stephen Graham in der Serie "Adolescence"
Findet ihr es richtig, dass "Adolescence" als abgeschlossene Miniserie ohne Staffel zwei bleibt?