Trotz aller Skandale: Diese Briten halten zu Ex-Prinz Andrew
In der schottischen Stadt Renfrew bekommt der ehemalige Prinz Andrew Mountbatten-Windsor gerade unerwartete Unterstützung. Obwohl der 66-Jährige seit dem Epstein (†66)-Skandal international in der Kritik steht, wollen die Bewohner der dortigen "Andrew Avenue" ihren Straßennamen behalten. Laut BBC stimmten 16 von 22 Haushalten bei einer Bürgerbefragung gegen eine Umbenennung. Wie eine Anwohnerin gegenüber BBC erklärte, sei der Hauptgrund schlicht praktischer Natur: "Das wäre viel Aufwand ohne wirklichen Nutzen."
Hinter der Entscheidung steckt also kein Fanklub für Andrew, sondern vor allem ganz pragmatisches Denken. Wer seinen Straßennamen ändert, muss nämlich jede Menge Papierkram erledigen – von neuen Angaben auf dem Führerschein über aktualisierte Firmenkontakte bis hin zu geänderten Bank- und Versicherungsunterlagen. Ein weiterer Anwohner betonte gegenüber BBC, dass für die meisten Menschen vor Ort der Name längst entkoppelt vom Skandal-Royal sei. "Vielleicht wäre es anders, wenn die Straße 'Prince Andrew Avenue' hieße", meint er. So aber sei "Andrew Avenue" für viele nur noch ein alltäglicher Straßenname – kein täglicher Reminder an die Schlagzeilen um den britischen Ex-Prinzen.
Der Skandal um Andrew und seine Verbindungen zum 2019 verstorbenen verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zieht seit Monaten immer weitere Kreise. Zuletzt wurden in neu veröffentlichten, ungeschwärzten Dokumenten des US-Justizministeriums Hinweise auf mutmaßliche Kindesmissbrauchsfälle in den englischen Grafschaften Surrey und Berkshire entdeckt, auf deren Basis britische Behörden inzwischen Ermittlungen aufgenommen haben. Andrew trägt seit seiner öffentlichen Degradierung im Jahr 2020 keine royalen Aufgaben mehr aus und führt auch den Titel "Prinz" offiziell nicht mehr.






