Voldemort-Star Ralph Fiennes bereut verpasste Worte an Mama

Voldemort-Star Ralph Fiennes bereut verpasste Worte an Mama

- Anja-Stine Andresen
Lesezeit: 2 min

Ralph Fiennes (63) zeigt eine seltene, zutiefst persönliche Seite: Der Harry Potter- und "Schindlers Liste"-Star spricht offen über seine Familie und ringt mit den Tränen. In einer neuen Folge des Podcasts "Rosebud" öffnet er sich Gastgeber Gyles Brandreth (78) und erzählt von einem schmerzlichen Bedauern, das ihn bis heute begleitet. Während des bewegenden Gesprächs erinnert sich der Schauspieler an seine verstorbene Mutter Jennifer Lash und seinen Vater Mark Fiennes, spricht über Verlust, Liebe und verpasste Worte. Als Gyles nach einem Moment der Reue fragt, wird es still – Ralph stockt, seine Stimme bricht: "Ich glaube, ich bereue, meiner Mutter nicht gesagt zu haben, wie sehr ich sie geliebt habe."

Der intime Auftritt macht deutlich, wie nah ihm das Thema geht und wie tief die Spuren dieser Zeit geblieben sind. Doch Ralph möchte nicht zu viel preisgeben: "Ein Teil davon ist zu persönlich, um es hier zu sagen." Seine Augen füllen sich mit Tränen, die Erinnerung trifft ihn spürbar. Den Verlust seiner Eltern nennt der Schauspieler seinen "tiefsten Kummer". Jennifer starb 1993 an Brustkrebs, sie war 55. Dass sich Trauer und Karriereerfolg überschnitten, schilderte Ralph bereits im Podcast "Happy Sad Confused". "Sie starb Ende 93... Es war seltsam, emotional und voller Trauer", erzählte der Brite und führte aus: "Die Reaktionen auf 'Schindlers Liste' waren damals außergewöhnlich... Ich hatte kaum Zeit zu trauern."

Jennifer war eine erfolgreiche Schriftstellerin, die schon sehr früh mit "The Burial" Aufmerksamkeit bekam. Ihr letzter Roman "Blood Ties" erschien posthum. Ralphs Vater Mark arbeitete nach Jahren in der Landwirtschaft als Fotograf. In dem Gespräch würdigt Ralph beide mit Wärme und erinnert sich an ihre Stärken, ihren Humor und an den familiären Alltag, in dem seine Mutter ihn und fünf Geschwister großzog. Der spätere internationale Ruhm auf Bühne und Leinwand änderte daran nichts: Die prägenden Erinnerungen stammen für den Schauspieler aus dem Zuhause, das seine Eltern schufen. Marks Tod im Jahr 2004 fiel in eine Phase, in der Ralph vielen durch seine Verkörperung von Voldemort bekannt wurde. Die Bindung an seine Familie bleibt in seinen Erzählungen spürbar – besonders, wenn er von Liebe, Verlust und unausgesprochenen Worten spricht.

Ralph Fiennes, Schauspieler
Getty Images
Ralph Fiennes, Schauspieler
Ralph Fiennes posiert bei der New York Premiere von "Konklave" im Oktber 2024
Getty Images
Ralph Fiennes posiert bei der New York Premiere von "Konklave" im Oktber 2024
Ralph Fiennes im Mai 2019 in Paris
Getty Images
Ralph Fiennes im Mai 2019 in Paris