Red-Carpet-Vorfall: Cynthia Erivo fühlte sich "entwürdigt"
Cynthia Erivo (39) spricht jetzt offen über den schockierenden Moment auf dem roten Teppich zur Wicked-Fortsetzung in Singapur. Bei der Premiere von "Wicked: For Good" stürmte ein Mann plötzlich auf Ariana Grande (32) zu, packte die Sängerin am Arm und ließ sie nach Cynthias Schilderung zunächst nicht los. Die Schauspielerin reagierte sofort und drängte den übergriffigen Fan von ihrer Kollegin weg. Im Interview mit Variety erinnerte sich Cynthia nun an die Szene und machte deutlich, wie beängstigend der Vorfall für beide gewesen sei. "Niemand hat sich bewegt. Also habe ich gehandelt, weil mein Gehirn dachte: 'Schaff ihn weg! Bring ihn hier raus!' … Und was die Leute nicht sehen konnten, war, dass er [Ariana] nicht loslassen wollte. Er ließ nicht los. Also habe ich ihn immer wieder weggedrückt, um ihn von ihr zu lösen", sagte sie dem Magazin und betonte: "In diesem Moment hatten wir alle Angst."
Für Cynthia war der Schock nach dem Vorfall aber noch nicht vorbei. In den sozialen Medien wurde sie anschließend teils als Arianas "Bodyguard" bezeichnet, was die "Wicked"-Darstellerin entschieden zurückweist. Im Interview erklärte sie, dass die Reaktionen aus ihrer Sicht rassistisch geprägt gewesen seien. "Ich denke, dass wir uns noch nicht wirklich mit der unterschwelligen Art auseinandergesetzt haben, wie wir Schwarze Frauen sehen", sagte sie. Es sei über ihren Körper, ihre Statur, ihre Glatze und ihr Aussehen gespottet worden. Cynthia habe das Gefühl gehabt, dass ihr instinktives Handeln verdreht worden sei. "Ich hatte einfach das Gefühl, dass meine Menschlichkeit entwürdigt wurde", stellte sie klar.
Diese Erfahrung habe laut Cynthia sogar dazu geführt, dass sie keine Oscar-Kampagne für "Wicked: For Good" machen wollte. "Es fühlte sich an, als sei etwas, das ich instinktiv getan habe, zu etwas gemacht worden, das es schlichtweg nicht war, nur wegen der Art, wie Menschen Frauen wie mich sehen, und wegen der Annahmen, die getroffen werden, und ich wollte daran einfach wirklich nicht teilhaben. Ich wollte mir das nicht antun. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich es verdient habe", erklärte sie dem Branchenblatt. Cynthia und Ariana standen für "Wicked" gemeinsam vor der Kamera und rückten rund um die Musicalverfilmung auch privat immer wieder als enges Team in den Fokus. Der erste Film war weltweit ein großer Erfolg und gewann sogar zwei Oscars, während die Fortsetzung deutlich schwächer abschnitt und ohne Nominierungen blieb. Cynthia ist nicht nur als Schauspielerin bekannt, sondern auch als Sängerin und Bühnenstar. Gerade deshalb begleitet sie die Aufmerksamkeit rund um große Premieren und Preisverleihungen schon lange. Dennoch hat sie die öffentliche Reaktion auf den Vorfall in Singapur nach eigener Aussage dieses Mal besonders getroffen.








