Spenderlunge: Mette-Marits Arzt schätzt Überlebenschance ein

Spenderlunge: Mette-Marits Arzt schätzt Überlebenschance ein

- Theresa Neureuter
Lesezeit: 2 min

Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen (52) kämpft um ihr Leben. Nachdem sich ihr Gesundheitszustand in den vergangenen Monaten stetig verschlechtert hatte und zuletzt alle öffentlichen Termine der 52-Jährigen abgesagt wurden, steht die norwegische Kronprinzessin nun auf der Warteliste für eine Spenderlunge. Das gab der Hof heute Vormittag bekannt. Ohne eine Transplantation, so die erschreckende Einschätzung von Medizinern, bleibe ihr höchstens noch ein Jahr. Nun hat sich ihr behandelnder Arzt Are Holm in Anwesenheit der Bild-Zeitung bei einer Pressekonferenz im Krankenhaus zur Lage geäußert.

Der Chefarzt und Lungenspezialist vom Rikshospitalet macht dabei keinen Hehl aus dem Ernst der Situation. Dass Mette-Marit nun auf der Warteliste stehe, bedeute, "dass die Lebenserwartung nur noch sehr gering ist, die Untersuchungen aber gezeigt haben, dass man fit genug für eine Operation ist", erklärte er. Die Überlebenschancen beschreibt der Mediziner nüchtern: "Tatsächlich schafft jeder achte Patient das erste Jahr nicht." Zehn Jahre nach einer Lungentransplantation lebe noch etwa die Hälfte der Patienten. "Das mag zunächst düster erscheinen, aber man muss bedenken, dass die Alternative mit einer sehr schlechten Lebenserwartung verbunden ist", so der Chefarzt weiter. Viele Überlebende könnten danach wieder ein gutes Leben führen, manche seien sogar wieder in Vollzeit berufstätig. "Das Ziel einer Lungentransplantation ist ein gutes Leben", betonte er.

Mette-Marit leidet seit Jahren an der unheilbaren Lungenfibrose, bei der sich Narben im Lungengewebe bilden und die unter anderem Atemnot verursachen. Dass ihr Sohn Marius Borg Høiby (29) ihr in dieser schweren Zeit nicht beistehen kann, macht die Lage noch belastender: Sein Antrag auf Freilassung aus der Untersuchungshaft – er hatte beantragt, die U-Haft gegen eine elektronische Fußfessel zu tauschen, um seiner Mutter in Oslo zur Seite zu sein – war zuvor gescheitert.

Kronprinzessin Mette-Marit beim Nationalfeiertag am Königspalast in Oslo, 2026
Imago
Kronprinzessin Mette-Marit beim Nationalfeiertag am Königspalast in Oslo, 2026
Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon feiern den Nationalfeiertag am Königspalast in Oslo
Imago
Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon feiern den Nationalfeiertag am Königspalast in Oslo
Marius Borg Høiby beim Jubiläum in Trondheim, 2016
Imago
Marius Borg Høiby beim Jubiläum in Trondheim, 2016
Wie findet ihr die offene Einschätzung des Arztes zu Mette-Marits Chancen?