

Ballermann-Stars offen über Schattenseiten der Party-Szene
Der Ballermann auf Mallorca steht für die meisten Deutschen für hemmungsloses Feiern, jede Menge Alkohol und den berühmten Party-Schlager. Jedes Jahr sorgen Stars der Szene wie Mia Julia (39) oder Ikke Hüftgold (49) auf der Bühne von Megapark, Bierkönig und Co. für die richtige Stimmung. Doch hinter den Kulissen ist nicht immer alles so toll, wie es scheint – die Ballermann-Branche ist ein knallhartes Business. Im Interview mit Bild erzählt unter anderem Mia von der anhaltenden Angst, von der Bildfläche zu verschwinden. Jahrelang habe sie sich "ständig durchgepeitscht": "Ich lief auf Hochtouren. Hatte Angst, den Anschluss zu verlieren." Das ist ein Gefühl, das sogar Urgesteine wie Ikke kennen. Der Sänger hat aktuell sogar eher den Eindruck, dass sich die Konkurrenz verschärft. Beispielsweise durch den zunehmenden Einsatz von KI glauben seiner Meinung nach mittlerweile zu viele, sie könnten einfach zum Ballermann-Star werden. "Wir bekommen am Tag bis zu 20 Songs zugeschickt. Da ist ganz viel Schrott dabei. [...] Wer noch nicht etabliert ist, für den kommt es in den nächsten Jahren knüppelhart", meint er.
Wie Ikke und Mia ist auch Malin Brown schon seit Jahren ein Star am Ballermann. Obwohl sie seit 2022 im Bierkönig auftritt, plagten sie vor allem im vergangenen Jahr zermürbende Existenzängste. Hauptgrund dafür war vor allem der Aspekt, dass der ganz große Hit bisher ausblieb. Sie erklärt dem Magazin, dass der ständige Konkurrenzkampf um einen Platz auf der Bühne belastend sei. "Es ist ein Haifischbecken. Und man ist auf Malle schnell weg vom Fenster", ist Malin überzeugt. Als sie sich dessen bewusst wurde, holte sie sich aber Hilfe bei einer Psychologin: "Ich wollte nicht mehr innerlich leiden und mich so schrecklich traurig fühlen." Heute habe sie ihr Lachen wieder. Auf professionelle Hilfe griff auch DJ Robin (30) zurück. Er landete 2022 mit "Layla" einen Nummer-1-Hit. "Ich wollte nicht als One-Hit-Wonder gelten. [...] Ich hatte Existenzängste und habe mir Gedanken über die Zukunft gemacht", erzählt er. Ein Coach habe ihm geholfen, mit dem Erfolgsdruck klarzukommen.
Obwohl diese dunkleren Seiten der Party-Szene sicher vielen bewusst sind, scheinen die meisten Stars nur ungern darüber zu sprechen. Viele bewahren ein Bild voller guter Laune nach außen – das Image des Ballermanns. Mia war eine der ersten, die ihre mentalen Hürden öffentlich machte. 2023 offenbarte sie ihre Depression und die Diagnose Tourette. Die 39-Jährige erzählte ihrer Community auf Instagram damals, sie habe über die Jahre gelernt, damit zurechtzukommen. Eine große Stütze dabei ist auch ihr Ehemann Peter. Gegenüber Bild betont sie aber auch heute noch: "In mir drin ist es immer wieder auch sehr grau, damit muss man lernen umzugehen."











