Marius Borg Høiby wurde über Nacht ins Krankenhaus gebracht

Marius Borg Høiby wurde über Nacht ins Krankenhaus gebracht

- Jannike Wacker
Lesezeit: 2 min
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Kurz vor dem Ende seines Gerichtsprozesses gibt es plötzlich besorgniserregende Nachrichten von Marius Borg Høiby (29). Berichten der norwegischen Zeitschrift SE og Hør zufolge wurde der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ins Krankenhaus gebracht. Dem Magazin liegen Bilder vor, die ihn in Begleitung eines Polizisten vor einer Klinik in Oslo zeigen. Was genau Marius fehlt, ist bisher nicht bekannt. Nach außen hin war ihm nichts anzusehen: Vor dem Gebäude rauchte er noch eine Zigarette. Angeblich soll der Royal-Spross die Nacht in dem Krankenhaus verbracht haben, sein Verteidiger konnte das nicht bestätigen.

Die Nachrichten von dem angeblichen Krankenhausaufenthalt folgen direkt auf einen Rückschlag, den Marius vor Gericht einstecken musste. Er stellte einen Antrag, mit Fußfessel freigelassen zu werden, um seine schwer kranke Mutter zu unterstützen. Mette-Marit leidet an einer Lungenfibrose und soll aktuell auf der Warteliste für eine Spenderlunge stehen. Das Berufungsgericht entschied aber am Mittwoch, dass eine Freilassung aus der Untersuchungshaft zu riskant ist. Marius wurde inhaftiert, weil er immer wieder Auflagen wie einstweilige Verfügungen brach – laut dem Gericht ist die Gefahr einer Wiederholung trotz der belastenden Situation um seine Mutter zu groß.

Für Marius wird es am 15. Juni, also kommende Woche, ernst. Dann soll am Morgen das Urteil in seinem langwierigen Prozess fallen. Der 29-Jährige musste sich in 40 Anklagepunkten vor Gericht verantworten. Darunter sind Delikte wie Vergewaltigung, Gewalt in Beziehungen und Drogenvergehen. In einigen Punkten räumte der Norweger zwar Fehlverhalten ein, vielen widerspricht er aber auch. Etwa sieben Wochen zieht sich der Prozess nun hin und war mit schweren Anschuldigungen und emotionalen Aussagen der vermeintlichen Opfer verbunden. Die Staatsanwaltschaft betonte gegenüber norwegischen Medien, hart durchgreifen zu wollen. Im Falle einer Verurteilung drohen Marius mehrere Jahre Haft.

Marius Borg Høiby bei der Feier zum Nationalfeiertag in Skaugum, Norwegen
Imago
Marius Borg Høiby bei der Feier zum Nationalfeiertag in Skaugum, Norwegen
Kronprinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
Imago
Kronprinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
Marius Borg Høiby mit seinen Verteidigern Ellen Holager Andenaes und Petar Sekulic während des Prozesses in Oslo
Getty Images
Marius Borg Høiby mit seinen Verteidigern Ellen Holager Andenaes und Petar Sekulic während des Prozesses in Oslo