Urteil naht: Marius Borg Høiby wird im Saal fehlen
Am kommenden Montag, dem 15. Juni, soll das Urteil im Prozess gegen Marius Borg Høiby (29) fallen – doch der 29-jährige Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (52) wird dabei nicht persönlich im Gerichtssaal anwesend sein. Das gab das Gericht am Freitag bekannt. Wegen nachgewiesener medizinischer Gründe wird er stattdessen per Videokonferenz an der Urteilsverkündung teilnehmen. "Aufgrund nachgewiesener medizinischer Gründe hat das Gericht heute entschieden, dass der Angeklagte am Montag, dem 15. Juni, per Videokonferenz an der Urteilsverkündung teilnehmen wird", heißt es laut RTL in der offiziellen Mitteilung des Gerichts. Über den genauen Grund für seine Abwesenheit wurde nichts mitgeteilt.
Sein Verteidiger wollte auf Nachfrage keine näheren Angaben machen: "Dazu möchte ich keinen Kommentar abgeben", wurde er zitiert. Hintergrund ist offenbar ein Krankenhausaufenthalt, über den die norwegische Zeitschrift Se og Hør zuerst berichtet hatte. Der genaue Grund für die Einlieferung ist weiterhin unbekannt. Ebenfalls am Mittwoch war sein Antrag auf Entlassung aus der Untersuchungshaft erneut gescheitert. Ein Berufungsgericht begründete die Ablehnung damit, dass "eine hohe Wahrscheinlichkeit" bestehe, "dass Marius im Falle seiner Freilassung neue Straftaten begehen wird".
Der Prozess gegen Marius hat sich zu einem regelrechten Mammutverfahren entwickelt: Seit Februar 2026 sitzt er in Untersuchungshaft, gegen ihn liegen 40 Anklagepunkte vor. Darunter sind auch Vergewaltigungsvorwürfe gegenüber vier Frauen, die zur Tatzeit geschlafen haben sollen. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten, die Verteidigung hingegen plädiert auf Freispruch bei den Vergewaltigungsvorwürfen. Bis zur Urteilsverkündung am Montag gilt für Marius die Unschuldsvermutung. Sein Urteil wird er aber demnach nicht persönlich im Gerichtssaal erfahren.









