Natalie Imbruglia spricht offen über brutale IVF-Erfahrung

Natalie Imbruglia spricht offen über brutale IVF-Erfahrung

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 2 min
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Natalie Imbruglia (51) spricht so offen wie selten über ihren Weg zum Wunschkind. Im Podcast "How To Fail with Elizabeth Day" blickt die "Torn"-Sängerin auf die Zeit zurück, in der sie sich mit 44 Jahren einer IVF-Behandlung mit Samenspende unterzog – und 2019 schließlich ihren Sohn Max zur Welt brachte. Die Musikerin beschreibt den Prozess als "ziemlich brutal" und erinnert sich besonders an die nervenaufreibende Wartezeit nach dem Einsetzen der Embryonen. "Das zweiwöchige Warten, bis man es erfährt, ist ziemlich hart. Es ist die längste Zeit, die man je erleben wird", sagt sie und ergänzt: "Tatsächlich erinnere ich mich, als ich erfuhr, dass ich schwanger war, war das Einzige, woran ich dachte, jede Frau auf der Welt, die noch wartete", berichtet sie und macht deutlich, wie sehr sie diese Phase emotional mitgenommen hat.

Im Detail schildert Natalie, wie stark sie die Hormonbehandlung und die seelische Belastung trafen. Die Ärzte würden einen nach einem Fehlschlag oft einfach mit den Worten "Es hat nicht geklappt" nach Hause schicken – ohne Übergang, ohne Vorbereitung darauf, wie es weitergeht. Für die Sängerin war vor allem diese Phase ein freier Fall. "Und dann hat man diesen ganzen Zeitraum, in dem man sich wieder zusammenreißen muss. Und darüber wird eigentlich nicht wirklich gesprochen. Ich glaube nicht, dass man mental darauf vorbereitet ist", erklärt sie. Frauen, die über eine IVF nachdenken, rät sie deshalb, sich gründlich zu informieren, viele Fragen zu stellen und unbedingt andere Betroffene einzubeziehen: "Sprich mit Frauen, die das schon durchgemacht haben, und geh da nicht allein durch." Gute Freunde an der Seite seien entscheidend, weil der Weg sonst sehr einsam sein könne.

Besonders wichtig ist Natalie, mit einem weit verbreiteten Vorurteil aufzuräumen. Manche hätten ihre Entscheidung für eine Samenspende damals so dargestellt, als hätte sie sich bewusst gegen einen Partner entschieden. "Ich finde es wirklich interessant, dass Menschen es so darstellen oder es bei mir so dargestellt haben, als hätte ich das einem Mann vorgezogen", sagt die Sängerin im Podcast. Für sie sei das "absoluter Quatsch" und nichts gewesen wie "Ich brauche keinen Mann". Vielmehr habe ihr biologischer Zeitdruck eine Entscheidung verlangt, die sie dank moderner Medizin treffen konnte. Frühere Generationen von Frauen hätten diese Möglichkeit nicht gehabt – ein Gedanke, den die Mutter eines Sohnes deutlich hervorhebt, wenn sie über ihren ganz persönlichen Weg zur eigenen Familie spricht.

Natalie Imbruglia im Februar 2023 bei der UK-Premiere von "What's Love Got To Do With It?"
Getty Images
Natalie Imbruglia im Februar 2023 bei der UK-Premiere von "What's Love Got To Do With It?"
Natalie Imbruglia, Sängerin
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Natalie Imbruglia, Sängerin
Natalie Imbruglia bei den AACTA Awards 2022 in Sydney
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Natalie Imbruglia bei den AACTA Awards 2022 in Sydney
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