Philipp Plein mit schweren Vorwürfen im Sorgerechtsstreit
Philipp Plein (48) hat sich mit eindringlichen Worten an die Öffentlichkeit gewandt und dabei von einer massiven Hasskampagne berichtet, die ihn und seine Familie seit einem erbitterten Sorgerechtsstreit trifft. Bei einer Pressekonferenz am Hauptsitz seines Unternehmens in Lugano erklärte der 48-jährige Modedesigner gegenüber den anwesenden Medienvertretern, dass sein 13-jähriger Sohn auf Instagram Morddrohungen gegen sich selbst, seine Großeltern und seinen Vater gelesen habe. Genau das sei der Punkt gewesen, an dem er das Schweigen gebrochen habe. "Ich tue das hier heute für meinen 13-jährigen Sohn – und für meine drei Kinder später", sagte er sichtlich bewegt. "Dass ich heute hier sitze und über private Familiendinge sprechen muss, ist kein Erfolg. Es ist ein Rückschritt."
Auslöser des Streits ist laut Plein ein Sorgerechtsverfahren mit seiner Ex-Partnerin Lucia Bartoli (33), dem ein Gericht in Lugano zugunsten des Designers entschieden und ihm das alleinige Sorgerecht für die beiden gemeinsamen Söhne zugesprochen hatte. Im Anschluss daran soll es laut seinen Anwälten zu einer koordinierten Hasskampagne gekommen sein – gesteuert angeblich vom Vater Bartolis sowie dem US-amerikanischen Blogger Nik Richie, wie Blick berichtet. Dabei soll Richie in Instagram-Kanälen Menschen mit vorformulierten Texten dazu animiert haben, unter Posts der Familie Plein zu kommentieren. Sogar Pleins Schweizer Anwalt soll Drohungen erhalten haben: "Wir töten dich, weil du für Plein arbeitest." Schweizer Gerichte verhängten bereits eine superprovisorische Verfügung gegen Bartoli, die ihr das Posten von Kinderfotos untersagt. Dennoch sind diese Bilder noch immer online – trotz einer Strafandrohung von bis zu 5.400 Euro. Meta, der Konzern hinter Instagram und Facebook, greife laut Plein trotz mehrfacher Aufforderung nicht ein. Deshalb zieht er das Unternehmen nun vor Gericht in Lugano. "Das Internet vergisst nicht", sagte er. "Alles, was heute, morgen oder gestern veröffentlicht wurde, ist für jeden zugänglich. Die Kinder werden es lesen. Es ist nur eine Frage der Zeit."
Philipp wurde am 16. Februar 1978 in Deutschland geboren und baute sich mit seiner gleichnamigen Modemarke ein internationales Unternehmen auf, das er von seinem Wohnsitz in Lugano aus führt. Er betonte bei der Pressekonferenz, über 150 Mal versucht zu haben, sich mit Bartoli gütlich zu einigen. Gegenüber Blick erklärte er außerdem, einen Antrag gestellt zu haben, mit den Kindern nach New York ziehen zu dürfen, um die Schweiz als Wohnsitz hinter sich zu lassen. Ein Entscheid dazu steht noch aus. Lucia Bartoli äußerte sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen.









