

Eurovision Song Contest wächst: Kanada feiert 2027 Debüt
Beim Eurovision Song Contest 2027 in Bulgarien wird es einen ganz besonderen Neuzugang geben: Kanada feiert sein offizielles Debüt beim weltweit größten Live-Musikwettbewerb. Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat die Teilnahme des nordamerikanischen Landes offiziell bestätigt. Damit ist Kanada das erste neue Teilnehmerland beim ESC seit Australiens Debüt im Jahr 2015. Für den Einzug in das große Finale muss sich das Land zunächst im Halbfinale beweisen. "Wir freuen uns riesig, bestätigen zu können, dass wir den Kanadiern das weltweit größte Live-Musikevent näherbringen werden", erklärte Marie-Philippe Bouchard, Präsidentin und CEO von CBC/Radio-Canada, dem kanadischen öffentlich-rechtlichen Rundfunksender, gegenüber der EBU.
Die Teilnahme wurde erst möglich, nachdem CBC/Radio-Canada Ende Juni bei der 96. Generalversammlung der EBU in Prag als Vollmitglied aufgenommen worden war. Wie Kanada seinen nationalen Beitrag für den Contest auswählen wird, möchte der Sender noch im Laufe dieses Jahres bekanntgeben. ESC-Direktor Martin Green zeigte sich begeistert von dem Neuzugang: "Wir freuen uns außerordentlich, CBC/Radio-Canada in der Familie des Eurovision Song Contest willkommen zu heißen – ein weiteres Zeichen dafür, dass der Wettbewerb, obwohl er in Europa entstanden ist, weiterhin die ganze Welt willkommen heißt."
Kanadas Verbindung zum Eurovision Song Contest reicht dabei bereits Jahrzehnte zurück – wenn auch auf indirektem Weg. Die wohl bekannteste Verbindung ist Céline Dion (58), die 1988 für die Schweiz antrat und mit dem Titel "Ne Partez Pas Sans Moi" den Sieg holte. Auch die Kanadierin Annie Cotton nahm 1993 für die Schweiz am Wettbewerb teil. Dass das Interesse an dem Event in Kanada groß ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass das Land beim ESC 2026 in Wien zu den Top-Drei-Nationen beim internationalen "Rest of the World Vote" gehörte und kanadische Fans zu den größten Ticketkäufern außerhalb Europas zählten.







