

Historischer Zuschauerrückgang: ESC 2026 erlebte Rekordtief
Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien hat so wenig Zuschauer angezogen wie seit Jahren nicht mehr. Laut aktuellen Zahlen der Europäischen Rundfunkunion (EBU) verfolgten nur 131 Millionen Menschen den Sieg von Bulgarien beim größten Musikwettbewerb der Welt – ein deutlicher Einbruch im Vergleich zum Vorjahr. Beim ESC 2025 in Basel hatten noch 166 Millionen eingeschaltet. Das entspricht einem Rückgang von satten 35 Millionen Zuschauern. Die EBU hatte sich fast drei Wochen lang bedeckt gehalten, bevor die Zahlen nun öffentlich wurden.
Als einen der Hauptgründe für den Rückgang gilt der Boykott von fünf Ländern, die aufgrund der Teilnahme Israels auf eine ESC-Teilnahme verzichteten. Dazu zählen Spanien, die Niederlande, Island, Irland und Slowenien. Allein in Spanien hatten beim Finale 2025 noch rund 5,88 Millionen Menschen eingeschaltet. Doch selbst wenn man alle boykottierenden Länder zusammenrechnet, lässt sich der Gesamtrückgang damit nicht vollständig erklären. Auch in anderen Ländern brachen die Quoten ein: In Polen, Frankreich und Großbritannien gingen die Einschaltquoten jeweils um mehrere Millionen zurück.
ESC-Chef Martin Green erklärte dazu laut dem Schweizer Nachrichtenportal Blick in einer offiziellen Mitteilung: "Auch wenn unsere Zahlen ohne die fünf Mitglieder, die sich dieses Jahr gegen eine Teilnahme entschieden haben, natürlich niedriger ausfallen, setzen wir uns weiterhin mit ganzer Kraft dafür ein, ihnen im Jahr 2027 wieder den Weg zurück zu ebnen." Die Organisatoren verwiesen zudem auf einen durchschnittlichen Marktanteil von 42,62 Prozent – zwar fünf Prozent weniger als im Vorjahr, aber immer noch höher als bei den ESC-Ausgaben zwischen 2009 und 2023. Außerdem habe die Reichweite der ESC-Inhalte auf sozialen Medien zugenommen.







