

Tinder-Schwindler erzielt Vergleich mit Milliardärsfamilie
Der berüchtigte Tinder-Schwindler Shimon Hayut hat sich mit der Familie des israelischen Milliardärs Lev Leviev (69) außergerichtlich geeinigt. In Israel lief seit Längerem eine Zivilklage der Diamanten-Dynastie gegen den Betrüger, weil dieser sich weltweit als angeblicher Erbe Simon Leviev (35) ausgegeben haben soll. Wie der Familienanwalt Guy Ophir nun gegenüber TMZ bestätigt, legten beide Seiten dem zuständigen Gericht einen Vergleich vor. Für Hayut, der seine Opfer über die Dating-App Tinder kennengelernt haben soll, bedeutet die Einigung, dass die juristische Auseinandersetzung mit der mächtigen Familie in seinem Heimatland vorerst beendet ist.
Laut Ophir enthält der Deal zwei zentrale Punkte: Shimon Hayut bestreitet weiterhin, die Familie bewusst imitiert zu haben, verpflichtet sich aber schriftlich dazu, künftig niemals mehr eine Verbindung zur Familie Leviev oder deren Firmen zu behaupten. Außerdem wurde festgehalten, dass der frühere Häftling keinerlei Verfahrenskosten oder Anwaltsgebühren von der Gegenseite einfordern darf. Der Anwalt erklärt TMZ zufolge, die Levievs hätten sich vor allem aus praktischen Gründen auf den Vergleich eingelassen: Ein Großteil der mutmaßlichen Taten sei außerhalb Israels geschehen, was die Zuständigkeit kompliziert mache, und zudem gehe man davon aus, dass Hayut ohnehin kein Geld für mögliche Schadensersatzforderungen habe. Strafrechtlich war er in dem Zusammenhang bereits 2019 wegen Betrugs, Diebstahls und Urkundenfälschung zu 15 Monaten Haft verurteilt worden, aus denen er nach fünf Monaten entlassen wurde.
Shimon, der sich über Jahre als Simon Leviev inszenierte, war durch die Netflix-Doku Der Tinder-Schwindler weltweit bekannt geworden. Dort schilderten mehrere Frauen, wie sie den gutaussehenden, scheinbar schwerreichen Geschäftsmann über die App kennenlernten und ihm nach und nach hohe Summen überwiesen haben sollen. Schon damals nutzte Hayut sein künstlich aufgebautes Image als angeblicher Sohn von Lev Leviev, um bei seinen Dates Vertrauen zu schaffen. Gegenüber TMZ hatte er in diesem Jahr angekündigt, rechtlich gegen Netflix vorgehen zu wollen, weil er sich durch die Produktion falsch dargestellt sieht. Parallel dazu stand er zuletzt auch international im Fokus der Behörden, nachdem er außerhalb Israels immer wieder mit neuen Reisen und Projekten Schlagzeilen machte.










