"Star Trek"-Liebling Michael Dorn wollte fast hinwerfen

"Star Trek"-Liebling Michael Dorn wollte fast hinwerfen

- Theresa Neureuter
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Michael Dorn ist vielen als der unerschütterliche Klingone Worf aus dem Star Trek-Universum bekannt und hält sogar einen beeindruckenden Rekord: Kein anderer Darsteller war in so vielen Episoden des Franchises zu sehen. Doch wie der Schauspieler jetzt in einem Interview laut Kino.to offenbarte, stand seine Karriere als Worf bereits nach der zweiten Staffel von "Star Trek: The Next Generation" auf der Kippe. Der Grund für seine Überlegungen auszusteigen war dabei nicht die Rolle selbst oder künstlerische Differenzen, sondern die enorme körperliche Belastung durch die aufwendige Maske. Jeden Drehtag musste Michael deutlich länger als seine Kollegen arbeiten – zu Beginn der Serie dauerte es bis zu zweieinhalb Stunden, bis die charakteristische Klingonen-Maske mit den markanten Stirnwülsten, Augenbrauen und der auffälligen Nasenpartie fertig war.

Die Situation änderte sich erst, als das Maskenteam unter der Leitung des Oscar-Preisträgers Michael Westmore den Prozess optimieren konnte und die Prozedur auf etwa eine Stunde verkürzte. "Es ist jetzt wirklich gar nicht mehr so seltsam, denn früher war es ziemlich hart, weil sie eine große Menge an Klebstoff und Make-up benutzt haben", erklärte Michael bereits 1997 in einem Interview laut dem Portal. Ohne diese Verbesserung hätte er die Rolle nicht über so viele Jahre durchhalten können, wie er weiter ausführte: "Ich hätte es einfach nicht sieben oder zehn Jahre lang auf die Art machen können, wie es am Anfang war." Auch als er später für "Star Trek: Deep Space Nine" zurückkehrte, war die Maske noch ein Thema für ihn, doch seine Liebe zur Figur überwog.

Michael blieb Worf über Jahrzehnte treu und verkörperte den Klingonen nicht nur in "Star Trek: The Next Generation", sondern auch in mehreren Kinofilmen und zuletzt 2023 in der dritten Staffel von "Star Trek: Picard". Dabei hatte der Schauspieler nach eigenen Angaben zwei einfache Ziele, als er 1987 die Rolle übernahm: erscheinen und gute Arbeit leisten. Er habe keine egogetriebenen Ambitionen für die Figur gehabt und nicht versucht, Worf stärker in den Mittelpunkt zu rücken als vorgesehen. Zudem schrieb er laut Kino.to 2012 und 2013 ein Pilotdrehbuch für eine Worf-Spin-off-Serie, aus dem jedoch nichts wurde. Während seiner Zeit bei "Star Trek: Enterprise" wollte Michael mehrere Episoden inszenieren, durfte letztlich aber nur eine Folge leiten.

Michael Dorn bei den 51. Saturn Awards, Februar 2024
Imago
Michael Dorn bei den 51. Saturn Awards, Februar 2024
Filmplakat von "Star Trek - The Next Generation"
United Archives GmbH/ Action Press
Filmplakat von "Star Trek - The Next Generation"
Michael Dorn bei der IMAX-Vorführung von "Picard" in Los Angeles
Getty Images
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