

"Bares für Rares" endet für Verkäufer mit bitterer Pleite
Für Jan Philipp Than endete ein Auftritt bei "Bares für Rares" mit einer gehörigen Enttäuschung. Der Trockenbaumonteur aus Castrop-Rauxel brachte eine geerbte Kette mit Medaillon in die ZDF-Trödelshow – und dazu eine ganz besondere Geschichte. Das Schmuckstück hatte einst seiner Urgroßtante gehört, die vor mehr als 100 Jahren in Russland lebte. Sie verschenkte es an Jan Philipps Großvater, der das gute Stück daraufhin auf abenteuerlichem Weg nach Deutschland brachte: versteckt in einer Buchbinde, als echte Schmuggelware. Doch der aufregenden Vorgeschichte zum Trotz verlief der Besuch für den Familienvater alles andere als erhofft.
Expertin Wendela Horz ließ sich von der spannenden Herkunft nämlich nicht zu einer höheren Bewertung hinreißen. Sie taxierte die Kette samt Medaillon auf rund 1.000 bis 1.200 Euro. Für Jan Philipp war das offenbar ein herber Dämpfer, denn seine persönliche Schmerzgrenze lag bei etwa dem Doppelten. Damit war schnell klar, dass ein Verkauf für ihn nicht infrage kommt. Also verzichtete er darauf, die Händlerkarte überhaupt anzunehmen, und verabschiedete sich ohne Verhandlung aus dem Studio der beliebten TV-Show. Auch Moderator Horst Lichter (64) konnte an dieser Situation nichts ändern.
Der Erlös aus dem Verkauf hätte einem besonderen Zweck dienen sollen: Jan Philipp wollte damit eine Hochzeitsreise finanzieren. Den Schmuck weiterzuvererben hatte er eigentlich ausgeschlossen – er konnte sich schlicht nicht entscheiden, welches seiner zwei Kinder das Stück einmal bekommen sollte. Aus dem Verkauf wurde nun vorerst nichts, und auch das Dilemma mit dem Erbe bleibt bestehen. Bei "Bares für Rares" setzen immer wieder Menschen wie Jan Philipp Hoffnungen in lange gehütete Erbstücke, lassen sie von Experten wie Wendela Horz prüfen und hoffen auf ein kleines Wunder – doch wenn Wunschpreis und Realität zu weit auseinanderliegen, bleibt am Ende nur die Rückkehr nach Hause mit der alten Rarität im Gepäck.











