

Nicht "Jurassic Park": Auf diesen Film war Sam Neill stolz
Die Filmwelt nimmt Abschied von Sam Neill (†78): Der neuseeländische Schauspieler ist am Montag, dem 13. Juli, im Alter von 78 Jahren verstorben. Bekannt wurde Sam weltweit als Paläontologe Dr. Alan Grant in Steven Spielbergs (79) Kinohit Jurassic Park, eine Rolle, die er später in zwei weiteren Teilen des Dino-Franchises wieder aufnahm. Doch während viele Fans ihn vor allem mit den riesigen Urzeit-Echsen verbinden, schlug sein Herz ganz besonders für einen deutlich kleineren Film: das australische Drama "Meine brillante Karriere" aus dem Jahr 1979. In einem Interview mit The Guardian machte der Filmstar vor einiger Zeit deutlich, wie wichtig ihm dieses frühe Werk seiner Karriere bis heute geblieben war.
In dem Film spielt Sam den wohlhabenden Verehrer Harry Beecham, der um die aufmüpfige junge Sybylla Melvyn wirbt – dargestellt von Judy Davis. Die Figur lehnt sich gegen die gesellschaftlichen Erwartungen auf, mit denen Frauen am Ende des 19. Jahrhunderts konfrontiert waren, und träumt stattdessen von einem Leben als Schriftstellerin. Der Film basiert auf dem gleichnamigen, semi-autobiografischen Roman von Miles Franklin. Gegenüber The Guardian schwärmte Sam noch vor Kurzem in höchsten Tönen von dem Werk: "Er war ein wahrhaft bahnbrechendes feministisches Meisterwerk. Es war ein Film über Frauen, gemacht von Frauen – und das war damals fast unvorstellbar. Und ehrlich gesagt ist es selbst heute noch selten."
Obwohl "Meine brillante Karriere" in Australien ein großer Erfolg war und sogar eine Oscar-Nominierung für seine Kostüme erhielt, führt der Film in Deutschland bis heute ein Schattendasein. Einen Kinostart gab es hierzulande nie – 1980 feierte er lediglich seine TV-Premiere, neun Jahre später folgte eine Veröffentlichung auf VHS. Bei keinem Streamingdienst ist der Film derzeit verfügbar. Sam selbst hatte im Laufe seiner Karriere auch in zahlreichen anderen Filmen unvergessliche Auftritte, etwa im Horrorklassiker "Possession", im Thriller "Todesstille" oder in John Carpenters (78) "Die Mächte des Wahnsinns".









