KI-Firma: Netflix zahlt Ben Affleck fast 514 Millionen Euro

KI-Firma: Netflix zahlt Ben Affleck fast 514 Millionen Euro

- Julia Geißenhöner
Lesezeit: 2 min
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Schauspieler und Regisseur Ben Affleck (53) kann sich über einen gewaltigen finanziellen Erfolg freuen: Netflix hat offiziell bestätigt, dass der Streamingdienst für die KI-Firma InterPositive des Hollywoodstars fette 513 Millionen Euro auf den Tisch gelegt hat. Enthüllt wurde die genaue Summe jetzt durch eine Einreichung beim US-amerikanischen Börsenaufsichtsamt SEC, in der Netflix die Übernahme als Barkaufpreis von rund 513.830.532 Euro verzeichnete, wie das Branchenblatt The Hollywood Reporter berichtete. Damit bestätigt sich in etwa, was Bloomberg bereits im März gemeldet hatte – damals war von bis zu 600 Millionen Dollar die Rede, sofern bestimmte Leistungsziele erreicht werden.

Ben gründete InterPositive im Jahr 2022 im Stillen, zunächst mit einem 16-köpfigen Team aus Ingenieuren, Forschern und Kreativen. Als alleiniger Gründer und CEO baute er die Firma auf, bevor Netflix im März 2026 die Übernahme bekannt gab. Im Zuge des Deals wurden die Mitarbeiter von InterPositive in die Netflix-Belegschaft integriert, Ben selbst wechselte in eine beratende Funktion. Bei einem Quartalsgespräch betonte Netflix-Co-Chef Ted Sarandos laut Deadline vor allem die wirtschaftlichen Vorteile der KI-Technologie: "Es sind noch frühe Tage für InterPositive, aber wir sehen allgemein, dass generative KI beginnt, Hunderte unserer Produktionen zu beeinflussen", erklärte er. Spezielle Effekte wie Massenszenen oder Schlachtenszenen, die früher wegen zu hoher Kosten nicht umsetzbar gewesen wären, seien nun realisierbar. Sarandos stellte außerdem klar, dass die Einsparungen zurück ins Programm fließen sollen: "Das wird wahrscheinlich in mehr Inhalte auf dem Dienst reinvestiert werden."

Ben selbst hatte sich in einem Netflix-Video zu seinem Werkzeug geäußert und das Konzept dahinter erläutert: "InterPositive ist ein Tool, das darauf ausgelegt ist, spezifische Probleme zu lösen, auf die ich als Filmemacher gestoßen bin." Es gehe nicht darum, mit Texteingaben etwas aus dem Nichts zu erschaffen, sondern darum, ein Modell aus dem eigenen Material aufzubauen. "Du kannst dein eigenes Modell nutzen, um Drähte bei Stunts zu entfernen, einen Shot neu zu rahmen, einen verpassten Shot zu bekommen, das Licht zu formen oder Hintergründe zu verbessern", erklärte er. Das Ziel sei es, "das zu bewahren, was Storytelling menschlich macht." Der Oscarpreisträger hatte bereits früh in seiner Karriere bewiesen, dass er mehr als nur Schauspieler ist: Gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Matt Damon (55) gewann er 1997 einen Oscar für das beste Originaldrehbuch für "Good Will Hunting", und 2012 räumte er als Produzent von "Argo" den Academy Award für den besten Film ab.

Ben Affleck bei der Weltpremiere von "Crime 101" im United Theater auf dem Broadway in Los Angeles, 10. Februar 2026
Imago
Ben Affleck bei der Weltpremiere von "Crime 101" im United Theater auf dem Broadway in Los Angeles, 10. Februar 2026
Ben Affleck, Schauspieler
Getty Images
Ben Affleck, Schauspieler
Ben Affleck und Matt Damon, Schauspieler
Getty Images
Ben Affleck und Matt Damon, Schauspieler
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