

Andy Serkis heizt Diversitätsdebatte um Gollum-Film an
Andy Serkis sorgt für sein Filmprojekt "The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum" noch vor dem Drehstart für Gesprächsstoff. Im Interview mit BBC sprach der Schauspieler und Regisseur über die Frage nach mangelnder Diversität in der "Herr der Ringe"-Filmreihe. Hintergrund war die Kritik nach der Bekanntgabe der Hauptbesetzung, da ausschließlich weiße Schauspieler dabei waren. Für "The Hunt for Gollum" kehren Fanlieblinge wie Ian McKellen (87) als Gandalf, Elijah Wood (45) als Frodo und Lee Pace (47) als Thranduil zurück. Verstärkung bekommen sie unter anderem von Anya Taylor-Joy (30), Kate Winslet (50), Jamie Dornan (44) und Leo Woodall (29). Andy führt Regie und schlüpft gleichzeitig wieder in seine Kultrolle als Gollum.
In Hinblick auf den Cast und somit auch auf die mangelnde Vielfalt verwies der Regisseur dabei auf die literarischen Wurzeln des Stoffs: "Tolkien selbst war stark von der nordischen Mythologie beeinflusst, das ist deutlich zu spüren", erklärte er. "Das Auenland fühlt sich sehr, sehr, sehr weiß an..." Im weiteren Verlauf des Interviews betonte Andy, dass der Film die Kritik aber durchaus berücksichtigen werde. Gleichzeitig zog er eine klare Grenze: "Wir werden keine politisch korrekte Besetzung um des Besetzens willen vornehmen und dabei nur Kästchen abhaken. Es geht nur darum, wo es relevant ist."
"The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum" soll inhaltlich tief in Gollums Vergangenheit abtauchen. In der Story geht es um die gefährliche Suche von Aragorn nach der Kreatur Gollum. Neben der Jagd nach dem Ringträger ist ein zweiter Erzählstrang geplant: eine Rückblende in die Zeit, als Gollum noch Sméagol hieß. Für diese jüngere Version der Figur soll ein neuer, bis dahin geheimer Schauspieler in die Gollum-Fußstapfen treten. Ob sich aber der neue Teil wirklich dem Thema Diversität annimmt, wird sich erst mit dem voraussichtlichen Kinostart im Dezember 2027 herausstellen.









