Trump drängt sich spanischer Mannschaft nach WM-Sieg auf
Beim WM-Finale im MetLife Stadium in East Rutherford zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag stand US-Präsident Donald Trump (80) nicht nur auf der Tribüne, sondern auch buchstäblich im Mittelpunkt des Geschehens. Kurz nach dem Schlusspfiff – Spanien hatte sich durch ein Tor von Ferran Torres in der 106. Minute mit 1:0 gegen Argentinien durchgesetzt – begab sich Trump aufs Spielfeld, wo er von der Menge lautstark ausgebuht wurde. Gemeinsam mit FIFA-Präsident Gianni Infantino betrat er anschließend die Bühne, überreichte Auszeichnungen an Schiedsrichter und Spieler und händigte schließlich Spaniens Kapitän Rodri persönlich den WM-Pokal aus.
Während die Spanier ausgelassen feierten und die Konfettikanonen losgingen, blieb Trump unbeirrt auf der Bühne stehen – trotz eines offensichtlichen Versuchs von Infantino, ihn beiseitezudrängen. Der US-Präsident klatschte grinsend neben dem Team, während Infantino Trumps unbeholfenen Auftritt weglachte. Vorher hatte Trump außerdem Argentiniens Spielern, darunter Lionel Messi (39), die Silbermedaillen überreicht. Für einen viralen Moment sorgte dabei der argentinische Verteidiger Cristian Romero, der seine Medaille von Infantino entgegennahm und am Präsidenten vorbeiging, ohne diesen auch nur anzusehen.
Schon im Vorfeld des Finales hatte Trump gegenüber Fox News angekündigt, bei FIFA-Chef Infantino dafür zu werben, möglichst bald eine weitere WM in die USA zu holen. "Wir müssen das wiederholen, und zwar, solange ich noch da bin. Hörst du das, Gianni", sagte er in Richtung des FIFA-Chefs. Das Turnier bezeichnete Trump als einmalig: "Ich glaube nicht, dass es jemals so etwas gab wie das, was mit dieser WM passiert ist." Bereits zuvor hatte sich Trump rund um die WM in Szene gesetzt – so hatte er öffentlich zugegeben, Infantino persönlich angerufen zu haben, um sich für die Aufhebung der Roten Karte gegen US-Stürmer Folarin Balogun einzusetzen.












